Bibliophile Notizen

Gerne informieren wir Sie hier von Zeit zu Zeit über Neuigkeiten und Aktivitäten
aus der Gemeinschaft der Bücherfreunde und -sammler.

Offenbach: Marc Chagall – Die Bibel

Offenbach: Marc Chagall – Die Bibel

21. November 2021 bis 23. Januar 2022
Haus der Stadtgeschichte und Klingspor Museum, Offenbach
Marc Chagall – Die Bibel. Ein Meisterwerk des französischen Malerbuchs
Zur Vernissage am Sonntag im Haus der Stadtgeschichte, 15 Uhr, spricht Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums.

Der Eintritt zur Vernissage ist frei.

Die Bibel zu bebildern, damit beschäftigte sich Marc Chagall seit den 1930er Jahren. Beauftragt von dem Initiator des französischen Malerbuchs, dem Verleger Ambroise Vollard, nahm der Maler die Arbeit auf, bis er 1939 vor den Nationalsozialisten aus Paris fliehen musste. Das Werk drohte unvollendet zu bleiben, wurde aber von dem Verleger Tériade Anfang der 1950er Jahre wiederaufgenommen und Chagall vollendete seinen Zyklus von 100 Radierungen. Daraus zeigt die Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte die erste Hälfte, die übrigen Blätter können im Lesesaal des Klingspor Museums eingesehen werden. Es bedeutet für Offenbach einen Glücksfall, dass das Klingspor Museum das hier gezeigte Exemplar, Nr.198 von 275, besitzt.

Die beiden Museen freuen sich, zum Festjahr Jüdisches Leben ein so hochrangiges Werk einbringen und an Hand der exquisiten Radierungen ihre gemeinschaftliche Bemühung um das Feld der Druckkunst erneuern zu können.

Mit Begleitprogramm.

 

Bild:
Signatur Chagall. Haus der Stadtgeschichte / Klingspor Museum

Tara Books stellt das deutschsprachige Programm ein

Tara Books stellt das deutschsprachige Programm ein

Tara Books wurde 1994 von Gita Wolf gegründet. Farbenfrohe Bücher und Leporellos – das unabhängige Verlagshaus mit Sitz im südindischen Chennai publiziert besondere Bilderbücher über das Leben in Indien, gedruckt unter anderem im Hochdruck- und im Siebdruckverfahren. Mit seinen ins Deutsche übertragenen Titeln hat Tara Brücken auch nach Deutschland gebaut.

Das deutschsprachige Programm wird nun nach sieben Jahren eingestellt. Die allerletzten noch erhältlichen Exemplare kann man zum halben Preis per eMail bei der Verlagsauslieferung Runge, Steinhagen, bestellen:
Claudia.Strunk@RungeVA.de.
Das Angebot gilt allerdings nur noch bis 20. November 2021.
Nicht alle der in diesem PDF aufgeführten Titel sind jedoch noch lieferbar.
Tara-Titelliste

 

Bild:
Doppelseite aus Giedre Jankeviciute, V. Geetha: Eine andere Geschichte des Kinderbilderbuchs, vom sowjetischen Litauen bis nach Indien. (vorgestellt in der Wandelhalle 2021-2)

Museum für Kunst & Gewerbe: Poster und Papierkram. Ein Glossar des Sammelns

Museum für Kunst & Gewerbe: Poster und Papierkram. Ein Glossar des Sammelns

5. November 2021 bis 6. März 2022
Museum Kunst & Gewerbe, Hamburg
Poster und Papierkram. Ein Glossar des Sammelns

Wie entsteht eigentlich eine Sammlung? Mit Poster und Papierkram. Ein Glossar des Sammelns blickt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg neugierig und selbstkritisch zurück auf 150 Jahre Sammeln und Ausstellen. Am Beispiel der Sammlung Grafik und Plakate lädt die Ausstellung dazu ein, spielerisch stöbernd einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Entlang von Schlagwörtern wie «Auswahl», «Budget», «Commons» oder «Leihverkehr» verbindet sie Historisches mit zeitgenössischen Fragen und macht die Menschen, Wünsche, Umstände und Praktiken greifbar, die diese Sammlung prägen. Dies geschieht über eine Fülle von herausragenden Arbeiten, Archivalien, Video-Interviews, Fotografien und Fundstücken. 

Die Digitalisierung verändert nun nicht nur die Disziplin Grafikdesign, auch die Sammlung erobert zunehmend den digitalen Raum. Plakate und Grafiken werden fotografiert und in eine Datenbank aufgenommen, dort beschrieben, verschlagwortet und über die MK&G Sammlung Online öffentlich zugänglich gemacht. Doch was passiert bei diesen Vorgängen? Wo findet hier Interpretation und Auswahl statt? Diese Fragen beschäftigen die Kuratorin der Sammlung, Julia Meer, vor allem mit Blick auf die Sammlungserweiterung. 

 

Bild:
Claude Kuhn (*1948), Glückwunsch an einen 60-Jährigen: Tierpark Dählhölzli, Bern, Siebdruck-Plakat 1997. © Claude Kuhn
Jan Lenica (1928–2001), Ausstellungsplakat Plakat Film (Deutsches Plakat Museum Essen), Autotypie, 95,5×64,5 cm (1981). Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

«Singular Plurality»: Ehrengast Kanada auf der Frankfurter Buchmesse 2021

«Singular Plurality»: Ehrengast Kanada auf der Frankfurter Buchmesse 2021

Pavillon des Ehrengastes Kanada auf der Frankfurter Buchmesse 2021
bis Sonntag, den 24. Oktober, geöffnet

Sich zum Abschluss eines Messetages in den Kanada-Pavillon zu begeben, sei hier besonders empfohlen: ein abgedunkelter Raum, darin Flüsse, Berge, Lichtinstallationen, aber auch intensive (virtuelle) Begegnungen mit Autoren verschiedenster Sprachen aus Kanada von Angesicht zu Angesicht. Es herrscht eine meditative Atmosphäre, alles fließt – und das fast ohne Bücher (ein paar findet man am Tresen im Eingangsbereich, weitere bei den Verlagen in den Messehallen 3 und 6.0). Tagsüber gibt es selbstverständlich auch echte Begegnungen mit Autorinnen und Autoren auf der Bühne im Pavillon.

«Unser Konzept ist von der kanadischen Landschaft inspiriert, die die Fantasie vieler Kreativschaffender, Autor*innen und Illustrator*innen beflügelt. Es lädt die Besucherinnen und Besucher ein, in das offene Buch einzutauchen, das wir uns für sie ausgedacht haben, um die Vielfalt und den Reichtum der kanadischen Kultur zu entdecken.» So das Statement von Gonzalo Soldi, Kreativdirektor und Mitbegründer von mirari, die den Pavillon gestaltet haben.

Kanada präsentiert auch ein virtuelles Pendant zum physischen Ehrengastpavillon – ein Novum in der Geschichte der Buchmesse. Dieser «virtuelle Pavillon» bietet Buchmessegästen, die nicht nach Frankfurt anreisen können, ein webbasiertes Pavillon-Erlebnis.

Das Literaturprogramm Kanadas bildet nicht nur die Größe des Gastlandes, sondern auch seine kulturelle, sprachliche und traditionelle Vielfalt ab. Unter dem Motto Singular Plurality werden die Themen «Sprache und Kultur», «Indigene, politische und soziale Fragen», «Raum und Territorien», «Kinder- und Jugendliteratur», «Frauen in der Literatur», «LGBTQ2-Perspektiven» und «Umwelt» behandelt.

 

Bild:
Im Strom der Buchstaben – Ehrengastpavillon der Frankfurter Buchmesse 2021. Foto: Marc Jacquemin

Aufgeblättert – ausgebreitet: Künstlerbücher von Eduardo Chillida bis Max Uhlig

Aufgeblättert – ausgebreitet: Künstlerbücher von Eduardo Chillida bis Max Uhlig

bis 16. Januar 2022
Aufgeblättert – ausgebreitet: Künstlerbücher von Eduardo Chillida bis Max Uhlig

Stadt- und Industriemuseum, Lottestraße 8–10, 35578 Wetzlar
Eintritt: Sie bezahlen, was Ihnen der Besuch der Ausstellung wert ist.

Aus der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier wird eine Auswahl an besonderen Künstlerbüchern namhafter Künstler, Dauerleihgaben aus einer Privatsammlung, präsentiert. Darunter sind Werke von Jim Dine, Guillaume Corneille, K. H. Sonderborg, Thomas Ranft, Emil Schumacher und David Hockney.

Die Ausstellung und der begleitende Katalog fußen auf einem Kooperationsprojekt zwischen der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier und dem Saarlandmuseum Saarbrücken im Rahmen eines studentischen Seminars, das sich auf vielfältige Weise dem Phänomen Künstlerbuch widmet. In den Werken manifestiert sich das Wechselverhältnis von Bild und Text, Poesie und Kunst im jeweils individuellen künstlerischen Zugang. Komplettiert wird die Ausstellung in ihrer zweiten Station in Wetzlar durch einen regionalen Schwerpunkt, mit Künstlerbüchern von Dieter Mulch, Peter Amici (Braunfels) und Anton Würth (Offenbach).

Katalog:
Aufgeblättert – ausgebreitet: Künstlerbücher. Hrsg. v. Kathrin Elvers-Švamberk. Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Universität Trier 2020. 300 S., Broschur. 14,90 €

 

Bild:
Jim Dine: The Picture of Dorian Gray, 1968, Lithografien und Radierungen. Graphische Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier
© Jim Dine, 2020

Dr. Annette Ludwig wechselt von Mainz nach Weimar

Dr. Annette Ludwig wechselt von Mainz nach Weimar

Für Mainz und das Gutenberg-Museum ein Verlust – für die Klassik Stiftung Weimar ein Gewinn: Dr. Annette Ludwig wird neue Direktorin der 21 Museen der Klassik Stiftung Weimar. Sie tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Holler an, der am 22. Februar 2022 in den Ruhestand wechselt.

Dr. Annette Ludwig: «Von einer exzeptionellen Stelle wechsle ich auf eine singuläre Position nach Weimar, die ein Traum für jeden Kunsthistoriker und Museumsmacher ist – von Gutenberg zu Goethe […]. Ich habe hier [in Mainz] seit 2010 nicht nur meinen Dienst mit großer Freude versehen, sondern ein Herzensprojekt auf den Weg gebracht, das nun, nach vielen Turbulenzen, vor der Umsetzung steht. Eine Nachfolger:in kann darauf aufbauen und die Ernte einfahren.»

Nachdem sie fast zwölf Jahre lang das Gutenberg-Museum geleitet und in dieser Zeit neu positioniert hat, wechselt Dr. Annette Ludwig im Frühjahr 2022 an den Ort, an dem sich zwischen 1901 und 1917 die Geschäftsstelle der Gesellschaft der Bibliophilen befand und wo nach 1903, 1917 und 1999 nun im Juni 2022 zum vierten Mal ein Jahrestreffen stattfinden wird.

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Mehr Informationen finden Sie in den Pressemitteilungen der Stadt Mainz und der Klassik Stiftung Weimar:
_20211005 PM_Stadt_Mainz
_20211005 PM_Klassikstiftung

 

Foto © Carsten Costard

Die Klassik Stiftung Weimar macht die vergessenen Bauhaus-Frauen sichtbar

Die Klassik Stiftung Weimar macht die vergessenen Bauhaus-Frauen sichtbar

2. Oktober 2021 bis 4. Januar 2022
Vergessene Bauhaus-Frauen. Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren
Bauhaus-Museum, Weimar

Von einem Drittel der rund 460 verzeichneten Studentinnen am Bauhaus sind nicht einmal die Lebensdaten bekannt. Die am 2. Oktober eröffnete Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar macht rund 30 Künstlerinnen und ihre Werke wieder sichtbar – das gemeinsame Projekt der Universität Erfurt und der Klassik Stiftung Weimar stellt die oftmals gebrochenen Biografien anhand von Dokumenten und künstlerischen Arbeiten der Bauhaus-Frauen, die in allen Werkstätten des Bauhauses vertreten waren, vor.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:
Anke Blümm, Patrick Rössler (Hg.): Vergessene Bauhaus-Frauen. Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren. Klassik Stiftung Weimar / Bauhaus-Museum 2021. 108 S., 106 Abb., Klappenbroschur, 20,5×20,5 cm. 15 €

 

Bild:
Porträt – gemalt und fotografiert: Dörte Helm, Selbstbildnis mit Kaktus (1926) und Fotoporträt (1932), beides in Privatbesitz

Offenbach: Die Bilder der Buchkünstler XI – Johannes Strugalla

Offenbach: Die Bilder der Buchkünstler XI – Johannes Strugalla

ab dem 30. September 2021 ein Jahr lang zu sehen:
Die Bilder der Buchkünstler XI – Johannes Strugalla
Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH)

Senefelderstraße 162, 63069 Offenbach am Main

Mit der Ausstellungsreihe Die Bilder der Buchkünstler richten die Stadtwerke Offenbach und das Klingspor-Museum bereits seit 2010 den Blick auf die Malerei, Grafik und Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern, deren hochkarätige Buchkunst das Museum sammelt. Aktuell öffnet Johannes Strugalla das jüngste seiner Künstlerbücher quod libet (2020/21) zur Begehung. Das Motiv des Einbands, blaue Wellen, dazu ausgesuchte Farbseiten und Textseiten ergänzen sich zu einer fließenden Bewegung an den Wänden entlang.
Die Monitore im Treppenhaus geben Einblick in die beiden Bücher forma und Zinnober.

Johannes Strugalla zählt zu den arriviertesten Künstlern, die Wort- und Bildkunst im Buch zu einer Aussage eigener Art assimilieren. Die Bücher, die er zusammen mit Françoise Despalles ediert (Editions Despalles, Mainz, Paris), gehören zum Kernbestand der Gattung Künstlerbuch, der sich das Klingspor Museum vornehmlich widmet.

Wer die Ausstellung bei den Stadtwerken Offenbach besuchen möchte, wird um vorherige Anmeldung gebeten unter uk@soh-of.de. Es gelten die 3G-Regeln und eine Maskenpflicht im gesamten Gebäude.

 

Bild:
Kooperation zwischen Klingspor Museum und den Stadtwerken Offenbach: Farben, Linien und Texte von Johannes Strugalla zieren neuerdings die Gänge und Büros bei den Stadtwerken. © Stadtwerke Offenbach

Weitere Führungen durch die Ausstellung «Noten für die Welt» im Gutenberg-Museum

Weitere Führungen durch die Ausstellung «Noten für die Welt» im Gutenberg-Museum

Noten für die Welt.
Eine Ausstellung zur Notationsgeschichte anlässlich des 250-jährigen Jubiläums des Mainzer Schott-Verlages
bis 7. November 2021

Die nächsten öffentlichen Führungen der Kuratorin Prof. Dr. Maria Linsmann-Dege und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ulla Reske durch die Geschichte der Notation finden statt am:

Dienstag, 5. Oktober, 12:15 Uhr
Dienstag, 12. Oktober, 12:15 Uhr
Dienstag, 19. Oktober, 15 Uhr
Mittwoch, 3. November, 15 Uhr

Eine Anmeldung wird erbeten, telefonisch unter 06131/ 123411 oder per eMail besuch.gm@stadt.mainz.de.

 

Bild: Noten für die Welt.
© Gutenberg-Museum Mainz

Verlängert: die Schau zum 85. Geburtstag von Lore Bert im Gutenberg-Museum

Verlängert: die Schau zum 85. Geburtstag von Lore Bert im Gutenberg-Museum

bis 28. November 2021 verlängert
Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung.
Lore Bert zum 85. Geburtstag
Gutenberg-Museum, Mainz

Die Ausstellung Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung geht wegen des anhaltenden Besucherinteresses in die Verlängerung.

Mehr Informationen zur Ausstellung in der weiter unten stehenden bibliophilen Notiz.

 

Bild:
Die Platonischen Körper: Umringt von Bildobjekten und umflossen von einem Meer gefalteten weißen Seidenpapiers, entfalten zwei verspiegelte Skulpturen irisierende Effekte.
© Archiv Lore Bert, Foto: Bernd Eßling

Janosch. Lebenskunst – Ausstellungseröffnung am 3. Oktober

Janosch. Lebenskunst – Ausstellungseröffnung am 3. Oktober

3. Oktober 2021 bis 20. März 2022
Janosch. Lebenskunst
Zu Janoschs 90. Geburtstag
Museum für Kunst & Gewerbe, Hamburg

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) widmet dem international bekannten Illustrator, Autor und Lebenskünstler Janosch eine große Ausstellung. Im Mittelpunkt steht seine Lebenskunst, sie ist Teil der Inszenierung seiner Biografie. Janoschs Kunst, dem Leben zu begegnen, zieht sich auch in vielen Facetten durch sein Schaffen und spiegelt sich in seinen Figuren. Er zeigt keine heile Welt – seine Welt ist roh und zärtlich zugleich, voll Schönheit, Wünschen und Freundschaft, aber auch voll Grausamkeit, Lüge und Gefressenwerden.

Die Ausstellung zeigt rund 150 originale Zeichnungen und Grafiken aus vielen Epochen von Janoschs Schaffen – Bekanntes, das im Original betrachtet neu wirkt, und Unbekanntes, das durchs Betrachten vertraut wird. Janoschs Geschichten haben Großen und Kleinen, Menschen mit und ohne Herausforderungen etwas mitzuteilen. Sie geben Botschaften weiter, ohne sich aufzudrängen. Die Ausstellung nimmt diesen Faden auf und vereint in fünf Räumen mehrere Perspektiven und Zugänge.

 

Bild:
Janosch (*1931), Tiger und Bär
© Janosch film & medien AG, Berlin

Notenstich im Gutenberg-Museum am 30. September

Notenstich im Gutenberg-Museum am 30. September

Donnerstag, 30. September 2021, 16 Uhr
Gutenberg-Museum, Mainz
Demonstration des Notenstichs
im Rahmen der Sonderausstellung Noten für die Welt
anlässlich des 250-jährigen Jubiläums des Mainzer Schott-Verlags

Peter Gass-Domes, gelernter Notenstecher und langjähriger Mitarbeiter des Musikverlags Schott, führt die spannende Technik des Notenstichs vor. Das bis ins späte 20. Jahrhundert übliche Verfahren, Note für Note spiegelverkehrt in Metallplatten zu schlagen, scheint heute in Zeiten von computergestützten Satz- und Drucktechniken völlig fern. Die Gäste bekommen einen einzigartigen Einblick in dieses alte, verschwindende Handwerk.

Für die Führung ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten.
Eine Anmeldung wird unter folgenden Kontaktdaten erbeten:
Telefonisch: 06131 / 123411
per E-Mail: besuch.gm@stadt.mainz.de

 

Bild:
Bestechend: Peter Gass-Domes demonstriert das filigrane Handwerk des Notenstechens.
© Gutenberg-Museum Mainz

Sonderausstellung zu Lore Berts 85. Geburtstag im Gutenberg-Museum

Sonderausstellung zu Lore Berts 85. Geburtstag im Gutenberg-Museum

bis 2. Oktober 2021
Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung.
Lore Bert zum 85. Geburtstag
Gutenberg-Museum, Mainz

Zwei verspiegelte Polyeder schaffen irisierende optische Effekte, um sie herum wogt ein Meer aus gefaltetem weißem Seidenpapier: Die Platonischen Körper heißt die Installation, die derzeit auf der Sonderausstellungsfläche im Souterrain des Gutenberg-Museums zu sehen ist. Geschaffen hat das Werk die international renommierte Mainzer Künstlerin Lore Bert. Zu ihrem 85. Geburtstag stellt das Gutenberg-Museum den Raum zur Verfügung, den sie aus diesem Anlass bespielt. Neben Lore Berts neuesten Arbeiten wird diese eigens für das Gutenberg-Museum entworfene raumfüllende Papierinstallation gezeigt.

Der Titel der Ausstellung Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung verweist auf das Hauptwerk des US-amerikanischen Philosophen Nelson Goodman und die Feststellung, dass mehrere Sichten auf die Welt, ja mehrere Welten gleichrangig nebeneinander existieren können. Vollständig zu sehen war dieses Environment zum ersten Mal 2013 als offizielle Begleitveranstaltung der 55. Kunstbiennale im prestigeträchtigen Saal der Biblioteca Nazionale Marciana im Correr-Museum am Markusplatz in Venedig, wo es faszinierende Wechselwirkungen mit den mittelalterlichen Deckengemälden entfaltete. Acht Jahre später zeigt Lore Bert eine neue Version dieses Werks im Gutenberg-Museum als ebenfalls historischen und symbolischen Ort der Buchkultur.

 

Bild:
Die Platonischen Körper: Umringt von Bildobjekten und umflossen von einem Meer gefalteten weißen Seidenpapiers, entfalten zwei verspiegelte Skulpturen irisierende Effekte.
© Archiv Lore Bert, Foto: Bernd Eßling

Preis der Stiftung Buchkunst 2021 geht an den Verlag Prima Publikationen

Preis der Stiftung Buchkunst 2021 geht an den Verlag Prima Publikationen

Den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst erhält in diesem Jahr der Verlag Prima Publikationen, Stuttgart/Basel, für das Buch Man kann keine Steine essen – Kochbuch eines japanischen Bildhauers. 

Das auf Rezepten und Fotografien des japanischen Bildhauers Shinroku Shimokawa basierende Werk entstand in Zusammenarbeit mit den Grafikerinnen Clara Neumann und Christina Schmid. Griffiges Einbandmaterial, handschmeichlerisches Papier, wohl dosierte Text-Bild-Gestaltung und viel Weißraum – auf einzigartige Weise strahlt dieses Buch eine geradezu meditative Ruhe aus.

Das Geheimnis um den Hauptpreis wurde bei der pandemie-bedingt erneut nur in kleinem Rahmen stattfindenden Preisverleihung am 3. September in Frankfurt am Main gelüftet. Herzlichen Glückwunsch!

 

Bildnachweis: © Stiftung Buchkunst

GNM Nürnberg: «Papierne Gärten» – bis April 2022 verlängert

GNM Nürnberg: «Papierne Gärten» – bis April 2022 verlängert

Papierne Gärten.
Studioausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg
verlängert bis 18. April 2022

In der frühen Neuzeit erkennt sich der Mensch als Species, die mit allem Leben auf der Erde verbunden ist. In der Folge entwickelt sich die Botanik zu einer Leitwissenschaft, die in illustrierten Pflanzenbüchern ihr wichtigstes Medium findet. Die Buchgattung zeugt vom rational-ästhetischen Umgang des Menschen mit der Natur: rational, weil sie medizinischbotanisches Wissen festhält; ästhetisch, weil die Illustratoren gottgefällig die Schönheit der Pflanzen zur Ansicht bringen wollten. Die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzende Mikroskopie erleichterte zudem eine möglichst detailgetreue Wiedergabe. Insbesondere Pflanzenbücher des Barock liefern sich mit der Natur einen Überbietungskampf in puncto Realität und Schönheit. Als papierne Paradiesgärten bringen sie den Garten Eden auf ewig in die Kaminstube.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der barocke Prachtband Plantae selectae von Christoph Jacob Trew. Als Vorlage dienten den Stechern die Aquarelle Georg Dionysius Ehrets, die erstmalig zu sehen sind.

 

Bild: Vorlage und Druck
Georg Dionysius Ehret: Türkenbundlilie (Amerika) / Lilium superbum L., 1738–1761 Aquarell aus einem 109 Blätter umfassenden Konvolut mit Zeichnungen 35 cm breit und 54 cm hoch. Germanisches Nationalmuseum, Dauerleihgabe der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg
Türkenbundlilie, Tafel XI aus: Christoph Jacob Trew: Plantae Selectae, Nürnberg/Augsburg 1771 Germanisches Nationalmuseum, Bibliothek

Peter Neumann verstorben

Peter Neumann verstorben

Am 7. August 2021 verstarb im Alter von 94 Jahren unser Ehrenmitglied Peter Neumann.

Geboren am 20. September 1926 in Leipzig, war Peter Neumann nach Schriftsetzerlehre und Studium an der Münchner Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker seit 1953 in der Druckbranche tätig, zuletzt, bis 1991, als Geschäftsführer der sdv Saarbrücker Druckerei und Verlag GmbH. In den berufsständischen Verbänden der Druckindustrie und des Buchhandels engagierte er sich außerdem. 1990 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Darüber hinaus war er aktives Mitglied nicht nur bei den Bibliophilen, sondern unter anderem auch im Internationalen Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte und in der Lichtenberg-Gesellschaft.

Im Mai 1952 wurde er Mitglied der Gesellschaft der Bibliophilen, für die er vielfach segensreich und verdienstvoll gewirkt hat, als Organisator wie auch als Schreibender. Hervorgehoben sei hier nur die von ihm verfasste, 1999 erschienene Chronik der GdB.

Mit Peter Neumann verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen. Bis zuletzt pflegte er als Sammler, Mentor und kritischer Geist aktiven Austausch mit seinen Wegbegleitern. Nun ist er entschlafen. Unser Beileid gilt den Familienangehörigen. Auch wir vermissen ihn.

Ein ausführlicher Nachruf folgt in der Herbstausgabe der Wandelhalle für Bücherfreunde.

 

Eloquent und humorvoll – Peter Neumann bei den Feierlichkeiten zu seinem 90. Geburtstag. Foto © Silvia Werfel

Mainz: Nachhaltigkeit in der Buchbranche

Mainz: Nachhaltigkeit in der Buchbranche

«LONGDRINKS meets JOUR FIXE»
26. August 2021, 18:00 Uhr
Salon 3SEIN, Große Bleiche 60–62, 55116 Mainz

Die beiden beliebten Veranstaltungsreihen Longdrinks und Jour Fixe der Freunde Gutenbergs sind zusammengelegt worden. Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und die Gutenberg Stiftung laden nun zu Longdrinks meets Jour Fixe zum Thema «Nachhaltigkeit in der Buchbranche» ein.

Denkanstöße dazu liefert Annika Nasel als Gastrednerin. Sie hat kürzlich ihr Studium mit einer Bachelorarbeit unter dem Titel «Nachhaltigkeit als Marketingstrategie? – Analyse der Aktion #ohneFolie» abgeschlossen. In einem Kurzvortrag gibt sie eine Einführung in das Thema aus Sicht der Buchbranche und stellt innovative Ideen und Lösungsansätze vor.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter:
info@gutenberg- gesellschaft.de oder
telefonisch unter 06131-226420.

 

Dr. Julia Bangert – neue Spitze für den Freundeskreis Gutenberg

Dr. Julia Bangert – neue Spitze für den Freundeskreis Gutenberg

Dr. Julia Bangert ist promovierte Buchwissenschaftlerin und seit 2017 Geschäftsführerin der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz. Nun übernimmt sie zusätzlich die Leitung des Freundeskreises Gutenberg, tritt damit die Nachfolge von Leopoldine Chazeaud an. Durch die Führung von GG und Freundeskreis in Personalunion durch Dr. Bangert bauen die Förderorganisationen ihre Zusammenarbeit weiter aus, verkürzen Arbeitswege und legen Kompetenzen zusammen. Die gewonnene Effizienz kommt dem Museum und seinen Freunden zugute.

Dr. Julia Bangert tritt die Stelle mit Schwung und vielen Ideen an. Ihren Einstand gibt sie mit der Einrichtung eines öffentlichen Auftritts für den Freundeskreis: Gemeinsam mit der Gutenberg-Gesellschaft ist der Freundeskreis ab sofort in Gutenbergs Werkstatt in der lulu, dem ehemaligen Karstadtgebäude, zu finden. Wer mag, kann dort auf einer kleinen Handabzugspresse selbst einen Druck herstellen. Außerdem werben die Förderorganisationen gemeinsam für das Gutenberg-Museum und den Druckladen und informieren über die Pläne der Stadt für einen Neubau des Museums.

Der Freundeskreis Gutenberg ist ein lockerer Zusammenschluss von Spendern, die sich zu einer regelmäßigen – in der Höhe frei wählbaren – Unterstützung des Museums verpflichten. Dafür werden die GUTEN FREUNDE regelmäßig per Newsletter über alle Fortschritte informiert. Sie haben freien Eintritt ins Gutenberg-Museum und besuchen exklusiv die Veranstaltungen des Freundeskreises.

Mehr Informationen hier:
https://www.gutenberg-stiftung.de

 

Bild: Dr. Julia Bangert
Foto © Markus Kohz

Weitere Führungen durch die Ausstellung «Noten für die Welt» im Gutenberg-Museum

Gutenberg-Museum: «Noten für die Welt»

Noten für die Welt.
Eine Ausstellung zur Notationsgeschichte anlässlich des 250-jährigen Jubiläums des Mainzer Schott-Verlages
bis 7. November 2021

Mit hochkarätigen Leihgaben aus der Bayerischen Staatsbibliothek München, dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg sowie aus dem Verlagsarchiv und der Sammlung des Gutenberg-Museums würdigt das Mainzer Gutenberg-Museum das 250-jährige Jubiläum des international renommierten Musikverlages Schott Music GmbH & Co. KG mit einer Ausstellung zur Notationsgeschichte. Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die selten gezeigte Original-Handschrift von Richard Wagners Meistersinger-Partitur, die vom Germanischen Nationalmuseum entliehen werden konnte.

Führungen finden statt an folgenden Tagen:
Dienstag, 10. August, 15.00 Uhr
Mittwoch, 18. August, 15.30 Uhr
Dienstag, 24. August, 12.30 Uhr
Mittwoch, 1. September, 15.30 Uhr
Dienstag, 7. September, 15.30 Uhr
Mittwoch, 15. September, 15.30 Uhr

Eine Anmeldung wird unter folgenden Kontaktdaten erbeten:
Telefonisch: 06131 / 123411
per E-Mail: besuch.gm@stadt.mainz.de

 

Bild: Noten für die Welt.
© Gutenberg-Museum Mainz

Museum für Druckkunst: Die Anfänge der Schriftherstellung in Ostasien und Europa

Museum für Druckkunst: Die Anfänge der Schriftherstellung in Ostasien und Europa

Kabinettausstellung im Museum für Druckkunst, Leipzig:
Ton – Holz – Blei
Die Anfänge der Schriftherstellung in Ostasien und Europa

bis 12. September 2021

Schriftzeichen verwenden die Menschen seit über 7000 Jahren, gedruckt werden sie erst seit ein paar Jahrhunderten. Die Vervielfältigung von Texten beschleunigte weltweit die Verbreitung von Informationen und Wissen. Mit dem lateinischen Alphabet hatte Johannes Gutenberg ganz andere Voraussetzungen für die Erfindung des Buchdrucks (bzw. der Typografie) als Bi Sheng in China mit einem mehrere tausend Zeichen umfassenden Schriftsystem.

Johannes Gutenberg erfand um 1450 ein neuartiges System zur Textvervielfältigung, dessen Kern einzelne, wiederverwendbare Schrifttypen waren. Damit löste er eine europäische Medienrevolution aus. Doch in Asien wurde lange vorher mit Lettern aus Ton und später aus Holz und Metall experimentiert. Dennoch dominierte dort bis ins späte 19. Jahrhundert der Holztafeldruck. Die Ausstellung vergleicht die Schriftherstellung auf beiden Kontinenten und verdeutlicht, wie bedeutend Gutenbergs Ingenieursleistung war. Denn sein Handgießinstrument ermöglichte erstmals eine präzise Serienproduktion, die mit den asiatischen Techniken nicht zu erreichen war.

Eine Ausstellung im Rahmen der Kooperation China in Leipzig mit der Universitätsbibliothek Leipzig, dem Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, dem Museum für Druckkunst und dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Der gemeinsame Katalog Buchkultur in China. Leipziger Spuren, herausgegeben von der Universitätsbibliothek, ist im Museumsshop erhältlich. Verlagsausgabe 22 € – Museumsausgabe 12 €.

Tickets für den Museumsbesuch gibt es vor Ort oder online:
https://www.druckkunst-museum.de/de/termin/ticket-buchen-museumsbesuch.html

 

Bild: Letternbaum aus Metall (Sandgussverfahren).
Aus der Sammlung der Universitätsbibliothek Leipzig.
© Museum für Druckkunst, Leipzig

Offizin S: 101 Gedichtplakate

Offizin S: 101 Gedichtplakate

Ausstellung mit Verkauf
im Literaturhaus Liechtenstein
Poststraße 27, 9494 Schaan
bis Ende August 2021

Feine Papiere, feinster Handsatz und Buchdruck, sensible Textkunst und Typografie: Noch bis Ende August 2021 ist im Literaturhaus Liechtenstein in Schaan eine Auswahl der 101 Gedichtplakate aus Siegfried Höllrigls Offizin S. (Meran) zu sehen. Bislang sind die ersten beiden von insgesamt vier geplanten Mappen erschienen, die dritte ist in Arbeit. Die Gedichte der zweiten Mappe widmen sich dem Themenkomplex Zeit-, Gesellschafts- und Selbstkritik. Alle Gedichtplakate sind von den Autorinnen und Autoren signiert, unter ihnen sind Kurt Aebli und Gabrielle Alioth, Beat Brechbühl, Hans Magnus Enzensberger, Friederike Mayröcker, Martin Walser und Joseph Zoderer. – Einladung, Sprache neu zu sehen.

In der Herbstausgabe der Wandelhalle wird die Offizin S., Werkstatt für Literatur, Typographie und Graphik, näher vorgestellt.

 

Das Bild zeigt das Gedichtplakat No. 27,
Gabrielle Alioth: Behind me / Hinter mir und East Wind / Ostwind
Foto: Stefan Tschurtschenthaler 

 

Auszeichnung für Dr. Annette Ludwig

Auszeichnung für Dr. Annette Ludwig

Der Senat der European Academy of Sciences and Arts (EASA) mit Sitz in Salzburg hat Dr. Annette Ludwig als ordentliches Mitglied berufen. Der amtierende Präsident der Akademie übermittelte die ehrenvolle Berufung in einen Kreis von Wissenschaftlern, Kulturschaffenden, Künstler:innen und Geistlichen, die sich durch herausragende, international sichtbare Leistungen qualifiziert haben. Die berufenen Mitglieder, darunter 32 Nobelpreisträger, beraten im Rahmen ihrer Kernkompetenzen Wirtschaft, Politik und Interessensgruppen in Fragen der Kultur, Kunst, Gesellschaftsentwicklung, Medizin und Zukunftsfähigkeit. Sie werden vom Kerngedanken der Einheit eines weltoffenen Europas geleitet.

Die Kulturdezernentin Marianne Grosse sagt hierzu: «Wir freuen uns ganz besonders für Frau Dr. Ludwig, weil damit auch ihr großes Engagement für die Künste in verschiedensten Gremien, internationalen Netzwerken sowie Forschung und Lehre gewürdigt wird.» Und Oberbürgermeister Michael Ebling ergänzt: «Für unsere Stadt ist diese Auszeichnung ein weiterer wichtiger Impuls, der uns darin bestärkt, weiter in unser Weltmuseum der Druckkunst in Mainz zu investieren und die gute Arbeit der Museumsdirektorin zu unterstützen.»

Dr. Annette Ludwig, die seit Mai 2010 als Direktorin des Mainzer Gutenberg-Museums wirkt, freut sich über die hohe Auszeichnung ganz besonders: «Die Berufung ermöglicht den Austausch und Dialog mit renommierten Akademie-Mitgliedern aus den verschiedenen europäischen Ländern, dem ich mit großer Vorfreude entgegen sehe. Er wird insbesondere für die Institution, die ich beruflich vertrete, gewinnbringend sein.»

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!

 

Bild: Dr. Annette Ludwig
Foto © Carsten Costard

Großspende von historischer Dimension für das Gutenberg-Museum

Großspende von historischer Dimension für das Gutenberg-Museum

Durch einen lange gepflegten Kontakt konnte die Direktorin des Gutenberg-Museum (und Erste Vorsitzende der Gesellschaft der Bibliophilen), Dr. Annette Ludwig, eine private Großspende in Höhe von einer Million Euro für das Gutenberg-Museum akquirieren. Diese Spende ist mit ihrer Tätigkeit als Museumsdirektorin verbunden. Ziel der Zuwendung ist, die Erträge dieser Million für gezielte Ankäufe zu verwenden, um die Attraktivität des Gutenberg-Museums weiter zu steigern und die Arbeit des Weltmuseums der Druckkunst zu fördern. Der Spender möchte ungenannt bleiben.

Aufgrund der herausragenden Summe entschieden sich Direktorin, Stifterperson und Finanzverwaltung der Stadt auf ausdrücklichen Wunsch des Spendenden eine unselbstständige Stiftung der Stadt Mainz zu gründen. Der Stiftungsvorstand besteht aus der jeweils amtierenden Museumsleitung, der Kulturdezernentin bzw. dem Kulturdezernenten sowie der Stiftungsdezernentin bzw. dem Stiftungsdezernenten der Stadt Mainz.

Es handelt sich um die größte private Einzelspende seit Bestehen des Gutenberg-Museums, es ist somit eine «historische Spende» für ein kommunales Museum, für die Museumslandschaft in Mainz und in Rheinland-Pfalz. Dr. Annette Ludwig: «Dieser Vertrauensbeweis bedeutet mir sehr viel und ich bin sehr dankbar, dass dem Gutenberg- Museum hierdurch langfristig neue Perspektiven eröffnet werden.»

 

Bild:
Gutenberg-Büste vor dem Gutenberg-Museum – eine Schenkung des finnischen Bildhauers Professor Wäinö Aaltonen anlässlich der Eröffnung des Neubaus 1962.
© Landeshauptstadt Mainz

 

 

 

Judith Schalansky mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig und einer Kabinettausstellung geehrt

Judith Schalansky mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig und einer Kabinettausstellung geehrt

23. Juni 2021 bis 30. Januar 2022
Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Nationalbibliothek in Leipzig

Anlässlich der Verleihung des Gutenberg-Preises der Stadt Leipzig an die Autorin, Buchgestalterin und Herausgeberin Judith Schalansky widmet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek der Preisträgerin eine Kabinettausstellung, die unter dem Titel Unendliche Weiten eine einzigartige Syntheseleistung im Bereich der Buchkultur würdigt. Einladung, in die Natur zu reisen und in einen facettenreichen Themen- und Bilderkosmos: von Flora und Fauna über das Weltall und ans Meer bis in die Tiefen biologischer und geografischer Wissenswelten.

Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung!

Mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig werden seit 1959 im Gedenken an Johannes Gutenberg Persönlichkeiten und Einrichtungen geehrt, die sich laut Satzung «durch hervorragende, beispielgebende Leistungen um die Förderung der Buchkunst verdient machen». Seit 1993 wird er im jährlichen Wechsel mit dem gleichnamigen Preis der Stadt Mainz verliehen.

Gutenberg-Museum: Kabinettausstellung «Unsere Schönsten …: Die Bücher der Kelmscott Press»

Gutenberg-Museum: Kabinettausstellung «Unsere Schönsten …: Die Bücher der Kelmscott Press»

Kabinettausstellung im Gutenberg-Museum Mainz
bis 24. September 2021
Einzigartige Monumente der Buchkunst schuf im 19. Jahrhundert der britische Buchkünstler William Morris (1834–1896) in seiner Privatdruckerei Kelmscott Press. Ein ganz besonderes Buch ist der Kelmscott Chaucer, eine mit zahlreichen Ornamenten ausgestaltete Ausgabe des Gesamtwerks des spätmittelalterlichen Autors Geoffrey Chaucer. Diese und andere außergewöhnliche Bücher der Kelmscott Press zeigt die Ausstellung.

Ulla Reske stellt drei besondere Buchkunstwerke in Sonderführungen vor:

Samstag, 26. Juni, 14:15 Uhr
Kelmscott-Chaucer

Samstag, 24. Juli, 10:15 Uhr
Algemon Charles Swinburnes Atalanta in Calydon

Mittwoch, 8. September, 12:15 Uhr
Thomas Morus’ Utopia

 

Bild:
The Works of Geoffrey Chaucer (1896) mit Illustrationen von Edward Burne-Jones. © Gutenberg-Museum 

 

Drei «Förderpreise für junge Buchgestaltung» vergeben

Drei «Förderpreise für junge Buchgestaltung» vergeben

Stiftung Buchkunst 2021

Für «besonders innovative, zukunftsweisende Konzepte zur gestalterischen Weiterentwicklung des Mediums Buch» vergibt die Stiftung Buchkunst alljährlich drei mit 2000 Euro dotierte Förderpreise. Im Jahr 2021 gehen sie an diese, alle im Eigenverlag erschienenen Titel:

Virginie Calvet, Felix Hunger
Zwischen Euphrat und Tigris Archiv einer dekonstruierten Destruktion

Alissa Verj, Suki Su
Culture Switch: Russland und China treffen Deutschland

Margaret Atwood u.a.
Eine Sammlung zu Margaret Atwoods The Handmaid‘s Tale
Gestaltung: Kristina Hilse

Faltblatt zum Download:
_StiftungBuchkunst_Foerderpreis21

 

Bildnachweis:
© Stiftung Buchkunst / Foto: Uwe Dettmar

«Die schönsten deutschen Bücher 2021» sind gewählt

«Die schönsten deutschen Bücher 2021» sind gewählt

«Vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung»:
633 Bücher wurden zum Wettbewerb der Stiftung Buchkunst eingereicht. In einem aufwendigen zweistufigen Jurierungsverfahren kürten die insgesamt 14 Jurorinnen und Juroren die 25 Schönsten deutschen Bücher des Jahres 2021.

In diesen fünf Kategorien werden jeweils exakt fünf Preisträger bestimmt:
Allgemeine Literatur
Wissenschaftliche und Fachbücher, Schul- und Lehrbücher
Ratgeber, Sachbücher
Kunst- und Fotobücher, Ausstellungskataloge
Kinder- und Jugendbücher

Die prämierten Titel sind gleichzeitig für den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst nominiert. Das Geheimnis um dieses allerschönste deutsche Buch wird bei der Preisverleihung am 3. September 2021 gelüftet.

Faltblatt mit den gekürten Büchern zum Download:
_StiftungBuchkunst_DSDB21_Praemierte

Bildnachweis:
© Stiftung Buchkunst / Uwe Dettmar

Bibliophile Zeitschrift «Marginalien» beim 57. ADC-Wettbewerb ausgezeichnet!

Bibliophile Zeitschrift «Marginalien» beim 57. ADC-Wettbewerb ausgezeichnet!

Die herzlichsten Glückwünsche an Chefredakteur Till Schröder, Gestalter Matthias Gubig und an das gesamte Redaktionsteam der Marginalien! Die viermal jährlich erscheinende Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft ist im diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club für Deutschland (ADC) in der Kategorie «Editorial Magazin/Jahrgang» mit einem Bronzenen Nagel ausgezeichnet worden. Insgesamt wurden in dieser Kategorie drei Bronzene Nägel vergeben. Die beiden anderen Preisträger sind die Design-Zeitschrift form und die Zeitschrift der Wochenzeitung ZEIT, das ZEIT-Magazin. Goldene und Silberne Nägel wurden in diesem Jahr von der Jury nicht verliehen.

Der Art Directors Club für Deutschland ist ein unabhängiger Verein; sein Ziel ist es, exzellente kreative Kommunikation zu finden und zu fördern. Er vereint die führenden Köpfe der kreativen Kommunikation: renommierte Designer, Journalisten, Architekten, Szenografen, Fotografen, Illustratoren, Regisseure, Komponisten, Produzenten, Spezialisten für digitale Medien und Werber. Einmal jährlich organisiert der Club das ADC Festival. Im Rahmen des Festivals werden die Gewinner des ADC Wettbewerbs und des Nachwuchswettbewerbs ausgewählt und ausgezeichnet.

Foto: Silvia Werfel

50 Jahre Reiss & Sohn – Raritäten zum Jubiläum

50 Jahre Reiss & Sohn – Raritäten zum Jubiläum

Frühjahrsauktionen bei Reiss & Sohn in Königstein/Taunus
6. bis 8. Mai 2021

Bereits seit 50 Jahren versteigert Reiss & Sohn bibliophile Schätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Heute zählt das Auktionshaus zu den weltweit führenden Adressen seines Fachs. Gegründet 1971 in der Gutenbergstadt Mainz, konnten seither mehr als 200 erfolgreiche Auktionen mit hochwertigen antiquarischen Büchern, Handschriften, Landkarten, Graphik und Photographie von Godebert und Clemens Reiss abgehalten werden. 

Zum feierlichen Anlass erscheint zusätzlich zu den zwei umfangreichen Auktionskatalogen mit Büchern und Graphik ein Sonderkatalog mit 80 außergewöhnlich schönen, seltenen und bedeutenden Büchern und Handschriften des 15. bis 19. Jahrhunderts, darunter rund 50 Inkunabeln. Insgesamt kommen an vier Tagen rund 3100 Lose zum Aufruf, die von Bibliophilen rund um den Globus auch online live beboten werden können.

 

Zeit zu drucken – im Museum für Druckkunst

Zeit zu drucken – im Museum für Druckkunst

Museum für Druckkunst, Leipzig
11. April bis 13. Juni 2021
Statt der geplanten Ausstellungseröffnung wird am 9. April ein Video über das Artist in Residence Programm auf dem YouTube-Kanal des Museums veröffentlicht.

Ausstellungsbesuch:
Interessierte sind gebeten, das Museum im Vorfeld unter 0341-231 620 oder info@druckkunst-museum.de zu kontaktieren.
Besucherinnen und Besucher ab 8 Jahre müssen ein tagesaktuelles negatives Corona-Testergebnis vorlegen.

«Zeit zu drucken» hatten Diogo deCalle, Petra Schuppenhauer, Sebastian Speckmann und Lisa Wilkens im Rahmen eines jeweils vierwöchigen Arbeitsaufenthaltes im Museum für Druckkunst Leipzig. Zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 setzten sie ihre zeitgenössischen Projekte in den verschiedenen Drucktechniken an historischen Pressen um.
Die Ergebnisse dieses von der Giesecke+Devrient Stiftung 2020 erstmals ausgelobten Programms sind nun im Museum zu sehen, ergänzt durch weitere Arbeiten der vier Artists in Residence.

Foto:
v.l.n.r.: Lisa Wilkens, Diogo deCalle, Sebastian Speckmann, Petra Schuppenhauer. © Museum für Druckkunst Leipzig

 

Das Buchbinderhandwerk ist immaterielles Kulturerbe

Das Buchbinderhandwerk ist immaterielles Kulturerbe

Im Jahr 2018 wurden die Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen ins bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Nun hat auch das Buchbinderhandwerk Aufnahme in dieses Verzeichnis gefunden. «Wir sind stolz, dass auf unseren Antrag hin das Buchbinderhandwerk […] diese besondere Würdigung erfährt», so Maik Beckmann, Vorsitzender des Bund Deutscher Buchbinder, Aachen.

Den Bibliophilen sind die Tätigkeitsfelder der Buchbinder vertraut – die Kommission erläutert: Neben dem Binden unterschiedlichster Druckerzeugnisse gehören dazu auch «die Erhaltung von Kulturgut durch Reparatur und Restauration» sowie «die kunsthandwerkliche Fertigung von Bucheinbänden».
https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/buchbinderhandwerk

«Mit der Anerkennung verbunden sehen wir eine große Chance, unsere Tätigkeiten einer größeren Öffentlichkeit näherzubringen. Sie unterstreicht einmal mehr die gesellschaftliche Bedeutung, die Individualität und Einzigartigkeit des Handwerks – im Kontrast zur industriellen Massenproduktion», so Maik Beckmann, Vorsitzender des Bund Deutscher Buchbinder, Aachen.

Foto: ©  Bund Deutscher Buchbinder e.V.

 

In eigener Sache: Jahrestreffen in Weimar ins Jahr 2022 verschoben

In eigener Sache: Jahrestreffen in Weimar ins Jahr 2022 verschoben

Aufgrund der Pandemie-bedingt immer noch schwierig einzuschätzenden Situation hat der Vorstand der Gesellschaft der Bibliophilen schweren Herzens beschlossen, das für Juni 2021 geplante Jahrestreffen in Weimar erneut um ein Jahr zu verschieben.

Mehr Informationen gibt es in Kürze in der Rubrik Begegnungen/Jahrestreffen.

Park an der Ilm
Foto: © Matthias Eckert / weimar GmbH

 

In eigener Sache: Sammelordner für die Wandelhalle

In eigener Sache: Sammelordner für die Wandelhalle

Michael Hempel gestaltet für die Gesellschaft der Bibliophilen das Jahrbuch Imprimatur und die Ausgaben der Wandelhalle für Bücherfreunde. Für die Wandelhalle hat er einen schönen und praktischen Sammelordner entworfen – die Sammelordner sind nun fertig produziert und können ab sofort in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Informationen in diesem PDF:
Bestellinfos_WH-Sammelordner

 

Buchtüten – Werbung für das Buch

Buchtüten – Werbung für das Buch

Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat der Leipziger Verleger und Buchwissenschaftler Mark Lehmstedt Tüten, Taschen und Beutel gesammelt, die in irgendeiner Weise der Welt Gutenbergs, dem gedruckten Buch und seinem lesenden Publikum gewidmet sind. Aus Anlass seines 60. Geburtstages hat er seine etwa 3000 Exemplare umfassende Sammlung von Buchtüten dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig übergeben.

Zur Sammlung ist eine Publikation erschienen. Eine Auswahl von mehr als 550 der schönsten, interessantesten, originellsten Buchtüten aus dem gesamten deutschen Sprachraum – und einige herrlich misslungene – bietet einen Überblick über die verblüffende Vielfalt der Motive und Gestaltungen.

Mark Lehmstedt: Buchtüten. Werbung für das Buch
Leipzig: Lehmstedt Verlag 2021. 20 €

Foto: PUNKTUM, Bertram Kober

 

Kinetische Bücher

Kinetische Bücher

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der DNB hat eine Sammlung kinetischer Bücher erworben.

Eine Kollektion mit Alleinstellungsmerkmal: Mehr als 4200 Pop-Up-Bücher umfasst die nun erworbene Sammlung Hartung. Die Druckwerke aus dem 15. (Faksimiles) bis 21. Jahrhundert erschaffen durch Aufklapp-, Falt-, Schiebe- oder Ausschnitt-Techniken ganz verschiedenartige Illusionen von Räumlichkeit und Bewegung aus Papier. Als Vertreter einer analogen, rein papiernen Multimedialität sind sie Vorboten der digitalen Multimedialität. Sie verbinden wie diese Bild, Bewegung, Text, ja sogar Ton.

Die Sammlung umfasst englisch- und deutschsprachige Titel. Darüber hinaus gibt sie Einblicke in die Produktion in zahlreichen anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen. In ihr sind alle wesentlichen Größen des «Papieringenieurwesens» aus Vergangenheit und Gegenwart vertreten, z.B. Vojtěch Kubašta (CZ), Kees Moerbeek (NL), S. Louis Giraud (GB), Raphael Tuck (GB), Geraldine Clyne (US), Robert Sabuda (US), Matthew Reinhart (US) oder Ron van der Meer (NL).

Bild:
Aufgeklappte Darstellung des Reichstagsgebäudes in:
Michael Lewitscharoff (Hg.): Das Berlin-Paket. München 2001.
Foto: PUNKTUM, Bertram Kober

 

Antiquaria-Preis 2021 für Olaf Wegewitz

Antiquaria-Preis 2021 für Olaf Wegewitz

Der Buchkünstler Olaf Wegewitz wird mit dem 27. Antiquaria-Preis ausgezeichnet. Den seit 1995 verliehenen, mit 10 000 Euro dotierten Preis stiften der Verein Buchkultur e.V., die Stadt Ludwigsburg und die Wiedeking Stiftung Stuttgart.

Das buchkünstlerische Schaffen von Olaf Wegewitz hat seinen Ursprung in der eigenständigen Buchkunstszene der DDR, nimmt aber Anregungen aus der ganzen Welt auf. Bis heute hat er diesen Ansatz unbeirrt weiterverfolgt und entfaltet. In seinen komplexen Buchobjekten und Objekt-Büchern scheint so etwas wie der abenteuerliche Reiz des Bücherlesens schlechthin eingefangen: das Geheimnis des Umblätterns. Schwarz-Weiß und Farben, Schriften und Zeichen, Flächen und Hohlräume – dabei oftmals Inhalte außereuropäischer Kulturen aufgreifend – verbinden sich zu einem erstaunlichen papierenen Kosmos voller Bezüge auf Naturphänomene und Kulturtechniken. Seine Betrachtung wirkt überraschend wie eine allererste Begegnung mit einer sagenhaften Kostbarkeit: dem Buch. (aus der Jurybegründung)

Die Preisverleihung am Donnerstag, den 28. Januar 2021, 20:15 Uhr, kann aus den bekannten Gründen nicht im «Podium» der Musikhalle Ludwigsburg stattfinden. Stattdessen gibt es virtuell Einführungen in das Werk von Olaf Wegewitz durch seinen Laudator Ingo Schulze sowie durch Akka und Wulf D. von Lucius.
Sobald Veranstaltungen wieder möglich sind, wird die Preisverleihung nachgeholt.
Virtuell:
www.antiquaria-ludwigsburg.de

Foto © Olaf Wegewitz

 

Virtuell: (35.) Antiquaria Ludwigsburg

Virtuell: (35.) Antiquaria Ludwigsburg

«Antiquaria mutationis – Bücher, die die Welt verändern!» – so heißt das Rahmenthema der Antiquaria 2021, die Corona-bedingt im Wesentlichen aus dem Katalog besteht. Fast alle Ausstellerinnen und Aussteller, die sich im Januar 2021 gern in der Musikhalle präsentiert hätten, beteiligen sich an ihm. Es gilt die neue, der Situation der nicht real stattfindenden Messe angepasste Regel: Alle Angebote können nach Erscheinen des Katalogs sofort erworben werden!
Katalog-Download auf www.antiquaria-ludwigsburg.de.

Donnerstag, 28. Januar 2021, 15 Uhr: Eröffnung der virtuellen Antiquaria durch die Veranstalterin – mit einem aktuellen Angebot der Ausstellerinnen und Aussteller, ab 15 Uhr unter  www.antiquaria-ludwigsburg.de

Abbildung:
Mit 90 Holzschnitten, 3 Kupferstichen und 9 beweglichen ‹Pop-ups› veranschaulicht Salomon de Caus in seinem Buch La pratique et demonstration des horloges solaires (1624), wie  Sonnenuhren funktionieren.
© Florisatus Fine Books, Manuscripts & Musicalia, Den Haag

 

Neujahrsgrüße

Neujahrsgrüße

Der Weihnachtsmann macht nun Pause und der Jahreswechsel naht …
Ein wunderbares, gutes, gesundes (!) neues Jahr 2021
voll Zuversicht und guten Mutes
wünscht
Silvia Werfel, Schriftführerin der GdB

 

Artur Dieckhoff 13. 5. 1948 – 21. 11. 2020

Artur Dieckhoff 13. 5. 1948 – 21. 11. 2020

Die Bibliophilen haben ihn beim Jahrestreffen 2016 in Hamburg kennengelernt: im Hamburger Museum der Arbeit und in Glückstadt bei der Druckerei J. J. Augustin – Artur Dieckhoff, den größten Setzer Hamburgs, als solcher «selbst immaterielles Kulturerbe», genauso wie die Handwerkskünste des Setzens, Druckens und Holzschneidens, die er meisterhaft ausübte, ja verkörperte.

Er war vieles: «Zehnkämpfer, Holzschneider mit der Lieblingsfarbe Bunt, Gründer der Schwarzen Kunst. Frauenverehrer und von Frauen Verehrter, Museninspirator und inspiriert von Musen. Kartenleger und Wortspieler. […] Neuerfinder des farbigen Holzschnitts in verlorener Form. Staubaufwirbler im Museum. Berufsschullehrer und Vertrauensmensch. Großer Pädagoge der Kunst als Handwerk.» (aus dem Nachruf von Jürgen Bönig und Matthias Taube)

Am 21. November 2020 verstarb Artur Dieckhoff nach langer Krankheit in einem Hospiz in Hamburg-Altona. In den Herzen derer, die ihn kannten und liebten, lebt er weiter – auch in seinen Büchern, darunter Die Hamburger StadtElephanten, Der Druckfehlerteufel, Johannes und das Blaubeerschwein und das herausragende Projekt Zwiebelfische mit Jimmy Ernst, der Druckerei J. J. Augustin und dem chinesischen Setzzirkel als Protagonisten (Buch und preisgekrönte DVD).

Foto © Klaus Raasch (2012)

Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff an Max Uhlig

Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff an Max Uhlig

In kleinstem Rahmen wurde am 20. November 2020 in Chemnitz der Dresdener Maler und Zeichner Prof. Max Uhlig mit dem Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz geehrt.

Max Uhlig wurde am 23. Juni 1937 in Dresden geboren. Nach seinem Studium (1955–1960) an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei den Professoren Hans Theo Richter und Max Schwimmer wurde er Meisterschüler von Hans Theo Richter an der Akademie der Künste zu Berlin. Zunächst wurde Uhlig ausschließlich als Grafiker bekannt, der unter anderem mit Carlfriedrich Claus, Dieter Goltzsche, Charlotte E. Pauly und Hans Theo Richter zusammen- und vor allem für sie arbeitet: Seinen Lebensunterhalt verdiente der Künstler bis in die späten 1970er Jahre als Drucker für seine Kollegen und als Lohndrucker für einen Grafikverleger. 1978 präsentierte er im Kupferstichkabinett Dresden erstmals auch seine charakteristischen Gemälde, Porträts, Alltags- und Landschaftsmotive in expressiven Rhythmus; die Kunstwelt würdigt ihn als «einen der letzten Vertreter der Freilichtmalerei in der modernen Kunst».

Foto © Georg Ullrich Dostmann / Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff: Prof. Max Uhlig bei der Übergabe des Kunstpreises

Hessischer Kulturpreis 2020 für das Caricatura Museum Frankfurt und die Caricatura Galerie Kassel

Hessischer Kulturpreis 2020 für das Caricatura Museum Frankfurt und die Caricatura Galerie Kassel

In ihrem Schreiben an Museumsleiter Achim Frenz teilen Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn am 18. November 2020 mit:

«Mit dem Hessischen Kulturpreis, der mit insgesamt 45 000 Euro der höchstdotierte Kulturpreis der Bundesrepublik Deutschland ist, wird Ihr Engagement rund um das Genre der Karikatur gewürdigt, das durch Ihr verdienstvolles Wirken eine Strahlkraft hat, die weit über die hessischen Landesgrenzen hinausgeht. Mit zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Europa und auch auf anderen Kontinenten geben Sie den Künstlerinnen und Künstlern und somit der Vielfalt der Karikatur und der Komik eine Bühne und eine Plattform, die ihresgleichen sucht. […] Dabei ist gerade die Karikatur eines der Sinnbilder der Meinungsfreiheit, um der Welt, der Politik und der Gesellschaft fehlerhaftes Handeln und vermeintliche Schwächen auf künstlerische Weise expressiv aufzuzeigen.»

Die feierliche Verleihung des Preises wird aufgrund der Pandemie erst nächstes Jahr stattfinden.

Foto: Caricatura Museum
Den Grundstock der Sammlung in Frankfurt bilden die Arbeiten von F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth und Hans Traxler und F. K. Waechter, die mit den Autoren Bernd Eilert, Eckard Henscheid und Pit Knorr die Neue Frankfurter Schule (NFS) bilden. Sie werden im Obergeschoss des Museums in Frankfurt präsentiert. Unten sind wechselnde Ausstellungen zu sehen.

 

 

Christian Scheffler 7. 11. 1936 – 6. 11. 2020

Christian Scheffler 7. 11. 1936 – 6. 11. 2020

Am 6. November 2020 verstarb Christian Scheffler, der langjährige Leiter des Klingspor Museums in Offenbach.

1936 in Schlesien geboren, aufgewachsen in Darmstadt, sammelte er nach dem Studium der Fächer Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte erste Berufserfahrungen an der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main (zuletzt als Bibliotheksoberrat), bevor er 1977 zum Leiter des renommierten Klingspor Museums für Schrift- und Buchkunst in Offenbach berufen wurde.

Seine Leidenschaft gehörte zum einen der zeitgenössischen Kunst in Form von Künstlerbüchern – schon vor dem Mauerfall pflegte er Kontakte zur Künstlerbuchszene der DDR und förderte den Austausch – zum anderen der asiatischen, vor allem japanischen Schriftkunst (Sho). Für dieses Engagement, dem die Sammlung des Klingspor Museums zahlreiche Schriftrollen verdankt, wurde Christian Scheffler sogar in Japan ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehört der Eintrag zur Geschichte der Handschrift im Handbuch Schrift und Wirklichkeit (Berlin, New York 1994). – Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2001 blieb er der Schrift- und Buchkunst aufs engste verbunden.

Es «bleibt die Erinnerung an einen immer umgänglichen, zugewandten Kollegen, besonders auch die an einen fachlich ausgesprochen versierten Kenner seines Fachs», so sein Nachfolger Stefan Soltek.

Foto: Silvia Werfel (1992)

Pandemie: Kinos und Museen im November geschlossen

Pandemie: Kinos und Museen im November geschlossen

Einen Blick hinter die Kulissen der New Yorker Szene der Antiquare und Buchhändler bietet der in unseren Notizen bereits angekündigte Kinofilm The Booksellers – Aus Liebe zum Buch von D. W. Young – abgebildet sind hier Heather O’Donnell und Rebecca Romney. Pandemie-bedingt kommt es nun zu Änderungen im Programm.

Am 29. Oktober 2020 ist der offizielle Kinostart. Der Film wird genau vier Tage in den Kinos sein, bevor die Corona-Maßnahmen am Montag, den 2. November, in Kraft treten. Sobald die Kinos wieder öffnen dürfen, wird es auch hier wieder möglich sein, The Booksellers im Kino zu erleben.

Bis einschließlich Sonntag, den 1. November 2020, werden alle bisher angekündigten Premierenveranstaltungen und Sondervorführungen mit Gästen, wie geplant, stattfinden, so auch die Veranstaltung am 1. November in Kassel mit Sebastian Eichenberg. Alle weiteren Vorführungen und Podiumsdiskussionen werden verschoben.

Weitere Informationen zum Film sowie aktuelle Termine- und Kinostart-Updates hier:
http://www.mindjazz-pictures.de

 

Marbach: Peter Rühmkorf – Laß leuchten!

Marbach: Peter Rühmkorf – Laß leuchten!

25. Oktober 2020 bis 1. August 2021
im Schiller-Nationalmuseum, Marbach

Der vielfach preisgekrönte Lyriker Peter Rühmkorf (1929–2008) war lange Jahre in Hamburg an der Elbe zu Hause, doch seine Manuskripte ‹wohnen› bereits seit 1980 als sogenannter Vorlass im Deutschen Literaturarchiv, wo nun die Arno Schmidt Stiftung Rühmkorfs Leben und Werk mit der umfangreichen Ausstellung Laß leuchten! im Schiller-Nationalmuseum präsentiert.

Die Ausstellung zeigt Rühmkorfs Werk und sein Leben als Künstler und streitbarer Intellektueller in allen Facetten. Zentrales Element der Ausstellung ist der Raum der Gedichte, in dem zehn Gedichte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Eine Auswahl weitgehend unbekannter Filmaufnahmen seiner Jazz-und-Lyrik-Programme aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen.

Zusammen mit Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie verwandelt die Ausstellung die Marbacher Literaturmuseen bis zum 1. August 2021 in einen Ort, an dem die kleine literarische Form des Gedichts die Hauptrolle spielt und Besucher auf Poesie in unterschiedlichsten Erscheinungsweisen treffen – gereimt und gezählt, bewegt und still, laut und zart, dunkel und leuchtend.

Foto: DLA Marbach

Zwei Buchpremieren mit Ausstellung und Vorträgen in Basel

Zwei Buchpremieren mit Ausstellung und Vorträgen in Basel

29. Oktober bis 1. November 2020
Petra Rappo zeigt Originale und Skizzen und stellt zwei neue Bücher vor.
Im Projektraum M54 an der Mörsbergerstrasse 54 in Basel findet ein Veranstaltungszyklus mit zwei Buchpremieren, einer Ausstellung, Gesprächen und Lesungen statt. Im Zentrum stehen drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und ihr Werk: die Biologin Regina Frey, die sich seit den 1970-er Jahren für die Rettung von Orang-Utans auf Sumatra einsetzt. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller und Lyriker Franz Dodel. Und die Zeichnerin Petra Rappo, die mit Regina Frey und mit Franz Dodel zwei Bücher entwickelt hat:

Ginting und Ganteng. Eine gezeichnete Reportage über Orang-Utans auf Sumatra. Text: Regina Frey, Bilder und Buchgestaltung Petra Rappo (atlantis/Orell Füssli. Zürich 2020)
Meine Freundin, das Krokodil, mit schrägen und phantasievollen Gedichten von Franz Dobel (Petit Palais – die kleine Edition. Bern 2019)

Einladungskarte mit Programm zum Download:
_Einladungskarte_Rappo

Corona-Schutz: Alle Gäste sind jederzeit willkommen.
Eine Anmeldung ist empfehlenswert: buchvernissage@gmail.com

Die ausgestellten Originale und Skizzen sind käuflich.

Bild: Szene aus Ginting und Ganteng. © Petra Rappo

Museum für Druckkunst: From Futura to Future

Museum für Druckkunst: From Futura to Future

From Futura to the Future. International Letterpress Workers
bis 15. November 2020
im Museum für Druckkunst, Leipzig

Die Ausstellung zeigt rund 300 Werke von internationalen Druckkünstlerinnen und Druckkünstlern, die ganz in der Tradition des Bauhauses die Typografie als Mittel der Information, des Designs und der Kunst einsetzen. Die International Letterpress Workers treffen sich seit 2012 jährlich zu einem Workshop in Mailand. Dabei entstanden bisher u.a. Arbeiten zu den Themen A World without Electricity (2012), Let’s dance (2015), Borders (2014) und True/False (2019). Mit den Mitteln des klassischen Buchdrucks und einem Fundus an historischen Bleisatzschriften, Holzbuchstaben und Bildklischées geben sie aktuellen Themen ein zeitgenössisches Gesicht.

Im Museum für Druckkunst wird erstmals ein Überblick über acht Jahre intensive typografisch-künstlerische Zusammenarbeit präsentiert. Die Typo-Grafiken zeigen dabei nicht nur eine große künstlerische Vielfalt, sie spiegeln ebenso die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Künstlerinnen und Künstler wider. Mit den Mitteln des klassischen Buchdrucks und einem Fundus an historischen Bleilettern, Holzbuchstaben und Bildklischées geben sie aktuellen Themen ein zeitgenössisches Gesicht.

Bildrechte: Museum für Druckkunst, Leipzig

Rare Books & Fine Art – die virtuelle Antiquariatsmesse

Rare Books & Fine Art – die virtuelle Antiquariatsmesse

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es dieses Jahr keine «reale» Antiquariatsmesse auf der Frankfurter Buchmesse. Stattdessen besuche man die virtuelle Messe, und zwar hier:

https://www.rarebooks-fineart.com

Inzwischen ist die Zahl der Aussteller auf 100 angewachsen, die der Kataloge auf 80. Der Countdown läuft …

Eröffnung:
am 14. Oktober 2020, 9 Uhr

Die virtuelle Messe wird voraussichtlich bis Ende des Jahres «geöffnet» sein.

 

Filmtipp: The Booksellers – aus Liebe zum Buch

Filmtipp: The Booksellers – aus Liebe zum Buch

Der Dokumentarfilm THE BOOKSELLERS bietet einen lebendigen Blick hinter die Kulissen der New Yorker Welt der seltenen Bücher und jener faszinierenden Menschen, die sie bewohnen – eine liebevolle Hommage an die Buchkultur und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Zukunft des Buches.

Ein Film von D. W. Young
USA 2019 | 99 Min | OmdtU
Kinostart in Deutschland:
29. Oktober 2020

Mehr Informationen, u.a. zu Terminen und Sonderveranstaltungen:
http://mindjazz-pictures.de/the-booksellers

Die Gesellschaft der Bibliophilen gehört zu den Kooperationspartnern.
Filmvorführungen mit anschließendem Gespräch gibt es zum Beispiel in Kassel am 1. November (mit Sebastian Eichenberg) und in Wiesbaden am 7. November (mit Silvia Werfel).

Gutenberg-Museum mit Ausstellung für Gerhard Steidl

Gutenberg-Museum mit Ausstellung für Gerhard Steidl

10. Oktober bis 29. November 2020
Aus Anlass der Verleihung des Gutenberg-Preises 2020 an den renommierten Drucker und Verleger Gerhard Steidl zeigt das Gutenberg-Museum die Pop-up-Ausstellung Mein Lieblingsbuchstabe ist das Q. Gerhard Steidl.  Pandemiebedingt findet keine Vernissage statt. Die Sonderausstellung ist ab Samstag, 10. Oktober geöffnet und bis einschließlich 29. November 2020 im Gutenberg-Museum zu sehen.

Die Bücher des international ausgerichteten Steidl Verlages zeichnen sich durch höchste herstellerische Qualität und ihre individuelle Gestaltung aus. Der für seine Papierleidenschaft bekannte Drucker und Verleger wählt persönlich Papier und Leinen aus und überprüft sämtliche Produktionsschritte vom Layout bis zum Druck. Jedes Steidl Buch geht wortwörtlich durch Gerhard Steidls Hände. Seinem Lieblingsbuchstaben Q widmet das Gutenberg-Museum nun eine eigene kleine Ausstellung.

Bildrechte: Steidl Verlag / Gutenberg-Museum
(Foto rechts von Robbie Lawrence)

 

«Mainzer Impuls» für den Erhalt der Gutenberg-Technik Teil 2

«Mainzer Impuls» für den Erhalt der Gutenberg-Technik Teil 2

Nachdem am Dienstag, den 30. September 2020, der Mainzer Ob Michael Ebeling, Marianne Grosse und Dr. Annette Ludwig den Mainzer Impuls unterschrieben hatten, folgten als Erstunterzeichner Vertreter von Museen und Experten aus der Handwerkspraxis.

Der Mainzer Impuls richtet sind an interessierte Bürgerinnen und Bürger genauso wie an Experten, Druckwerkstätten und nicht zuletzt die Politik. Der Erhalt der zum Gutenbergsystem gehörenden Handwerkstechniken sei eine Aufgabe von «nationaler Bedeutung», betonte Dr. Harry Neß vom IADM.

Bild: Nach der feierlichen Unterzeichnung, von links:
Dr. Jürgen Franssen (Erster Vorsitzender des Vereins für die Schwarze Kunst e.V., Dresden), Dr. Roger Münch (Direktor des Deutschen Zeitungsmuseums, Wadgassen), Dr. Harry Ness (Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Druck- und Mediengeschichte), die Initiatorin und Gastgeberin Dr. Annette Ludwig, Dr. Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst, Leipzig), Dr. Mechthild Haas (Leiterin Graphische Sammlung mit Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren des Hessischen Landesmuseum, Darmstadt) und Eckehart SchumacherGebler (Offizin Haag Drugulin, Dresden).
Bildrechte: Gutenberg-Museum, Mainz

«Mainzer Impuls» für den Erhalt der Gutenberg-Technik Teil 1

«Mainzer Impuls» für den Erhalt der Gutenberg-Technik Teil 1

Die Mainzer Politik mit ins Boot geholt: Am Dienstag, den 30. September 2020, erfolgte auf Einladung der Direktorin Dr. Annette Ludwig im Gutenberg-Museum die feierliche Erstunterzeichnung des Mainzer Impulses für den Erhalt und die Pflege der Gutenbergschen Drucktechnik.

Auszug aus dem Mainzer Impuls:
«Mit der Digitalen Medienrevolution erleben wir momentan eine Zeit des Umbruchs, wie sie bereits die Zeitgenossen Gutenbergs erlebt haben. […]
Mit diesem Aufruf möchten das Gutenberg-Museum Mainz – als Weltmuseum der Druckkunst – und die Gutenberg-Stadt Mainz – als Wiege des europäischen Buchdrucks – auf den bevorstehenden Verlust dieser so bedeutenden Handwerkstechniken aufmerksam machen. Wir fordern den umfassenden Schutz der historischen Technologie des Buchdrucks, vom Stempelschnitt über den Schriftguss und den Bleisatz bis zum Pressendruck.
Zur Rettung der ‹Ingenieursleistung› von Johannes Gutenberg braucht es möglichst viele Mitstreitende, die wir auf diesem Wege gewinnen möchten. […]»

Foto:
Der Mainzer Impuls ist besiegelt: die Unterschriften von Dr. Annette Ludwig, OB Michael Ebeling und Marianne Grosse.
Bildrechte: Gutenberg-Museum, Mainz

Preis der Stiftung Buchkunst für «Das Jahr 1990 freilegen»

Preis der Stiftung Buchkunst für «Das Jahr 1990 freilegen»

Der mit 10 000 Euro dotierte Preis der Stiftung Buchkunst geht an das Buch Das Jahr 1990 freilegen (Spector Books, Leipzig). Das von Spector Books-Verleger Jan Wenzel herausgegebene Werk entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Grafiker Wolfgang Schwärzler. Es wurde von einer fünfköpfigen Jury aus den 25 Schönsten Deutschen Büchern 2020 ausgewählt, die die Stiftung Buchkunst im Juni bekannt gegeben hat.

«592 Seiten. Ein Wälzer, den man auch so nennen darf. Es geht um das umwälzende Wiedervereinigungsjahr 1990. Fundstücke dieses prägenden Jahres wurden ausgebreitet und sortiert: aufwendig recherchiertes Fotomaterial; Zitate, Aufsätze, Interviews. Einzelne Sätze wirken wie Zwischenüberschriften, einzelne Wörter wie Schlagzeilen. Einer Zeitungsseite ähnlich werden die Text-Bild-Verschachtelungen mit fetten Linien verfugt. Aufschlagen und hinabfahren ins ‹Bergwerk der Erinnerung›», so Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, in ihrer Laudatio.

Aufgrund der aktuellen Lage konnte die Preisverleihung in diesem Jahr nur in reduziertem Umfang stattfinden: Katharina Hesse und Dr. Joachim Unseld, Verleger der Frankfurter Verlagsanstalt und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, vergaben den Preis am Freitagmittag (4. September 2020) im Rahmen eines Festessens im Frankfurter Restaurant Margarete an Jan Wenzel und Wolfgang Schwärzler.

Bildnachweis:
© Stiftung Buchkunst / CHOREO, Leipzig

400 Neuzugänge der Bayerischen Staatsbibliothek im Kulturportal bavaricon

400 Neuzugänge der Bayerischen Staatsbibliothek im Kulturportal bavaricon

Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) bewahrt einen umfangreichen Bestand kostbarster Handschriften und Drucke. Eine Auswahl von 400 bedeutenden Werken, die zum einzigartigen schriftlichen Kulturerbe Bayerns gehören, ist nun im Kulturportal bavarikon online gegangen. Der Zugang zu den Kulturschätzen ist für Laien besonders benutzerfreundlich gestaltet und eröffnet ihnen die Sammlung ohne Vorkenntnisse. Ein Großteil der Handschriften und Drucke verfügt zudem über ausführliche Beschreibungen in Deutsch und Englisch. Zugänglich sind sie über drei verschiedene Wege: über eine alphabetische Liste der Sammlungen, über Signaturgruppen oder nach Themen.

Die Bayerische Staatsbibliothek präsentiert in bavarikon einschließlich der 400 Neuzugänge nun insgesamt mehr als 2700 ihrer Handschriften und Drucke in über 60 Sammlungen. Der Einstieg erfolgt über das Institutionenporträt der Bayerischen Staatsbibliothek:
http://www.bavarikon.de/bayerische-staatsbibliothek

Abgebildet:
Qurʾān – BSB Cod.arab. 1 (1226)
Diese Handschrift aus dem frühen 13. Jahrhundert gehört zu den wenigen erhaltenen Koranen aus dem islamischen Spanien.
Digitalisat:
https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00040328
Bildnachweis: Bayerische Staatsbibliothek/bavarikon

Gutenberg-Kinderkrimi ausgezeichnet!

Gutenberg-Kinderkrimi ausgezeichnet!

Regine Kölpin und Gitta Edelmann sind die Verfasserinnen des Kinderkrimis Johannes Gutenberg und die verschwundenen Lettern. Erschienen ist das spannende (und lehrreiche) Buch im Verlag der Gutenberg-Stiftung. Nun ist es mit dem Bronze-HOMER ausgezeichnet worden.

Der HOMER-Literaturpreis ehrt alljährlich die besten historischen Romane des Vorjahres. Der Preis wurde dieses Jahr im Rahmen der digitalen Eurolit Buchmesse vergeben. Erstmals wurde mit Johannes Gutenberg und die verschwundenen Lettern ein Kinderkrimi in die Nominiertenliste aufgenommen – und nun sogar prämiert.

Auf 240 Seiten entführen die Autorinnen ihre Leserschaft in die Werkstatt Johannes Gutenbergs, wo die beiden Protagonisten Martin und Klara im Jahr 1453 merkwürdige Dinge bemerken. Der spannende Krimi bietet – gleichsam nebenbei – Einblicke in das Leben im Mittelalter und zeigt, was Gutenberg tatsächlich erfunden hat.

Das Buch eignet sich für Kinder ab 8 Jahren und kostet 8,80 €.
Erhältlich im Gutenberg-Shop und im Buchhandel.

Foto: Gutenberg-Stiftung

Glückwunsch zu Klaus Wagenbachs 90. Geburtstag

Glückwunsch zu Klaus Wagenbachs 90. Geburtstag

Er ist – frei nach seinem Autor Alan Bennett – nicht nur ein souveräner Leser, sondern auch ein souveräner Verleger: Klaus Wagenbach. Am 11. Juli 2020 feierte er seinen 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Für das Börsenblatt hat sein Freund und Kollege Michael Krüger einen schönen Geburtstagsbeitrag geschrieben, dem nichts hinzuzufügen ist. Neu umbrochenes PDF hier: 20200711 Klaus Wagenbach_90_Krueger

Foto: Archiv Verlag Klaus Wagenbach

Übergabe des Gutenberg-Jahrbuchs 2020

Übergabe des Gutenberg-Jahrbuchs 2020

Am 13. Juli übergibt der langjährige Herausgeber Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel das frisch erschienene Gutenberg-Jahrbuch 2020 dem Präsidenten der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. Oberbürgermeister Michael Ebling und wird einige Highlights daraus vorstellen. 

Normalerweise wird das neue Gutenberg-Jahrbuch im Rahmen der Jahresversammlung der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft am Samstag der Mainzer Johannisnacht präsentiert. Diese musste aufgrund der aktuellen Situation jedoch in den Herbst verschoben werden. Interessierte können Übergabe und Präsentation trotzdem mitverfolgen.

LIVESTREAM: Die Veranstaltung ist live sowohl über die Facebookseite @Ggesellschaft als auch über das Instagramprofil @gutenberggesellschaft zu verfolgen. Alle Interessierten erhalten außerdem im Nachhinein die Gelegenheit, sich die Präsentation als Video anzusehen. Das Video bzw. der Link dazu steht über die Website der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft zur Verfügung.

Datum: 13. Juli 2020
Uhrzeit: 17 Uhr
Veranstalter: Internationale Gutenberg-Gesellschaft

Foto: Internationale Gutenberg-Gesellschaft

Stiftung Buchkunst: «Förderpreise für junge Buchgestaltung» 2020

Stiftung Buchkunst: «Förderpreise für junge Buchgestaltung» 2020

Die Stiftung Buchkunst kürt alljährlich nicht nur Die 25 schönsten deutschen Bücher, zusätzlich vergibt sie auch drei Förderpreise. Ausgezeichnet wurden:
Paulina Mohr: Die Bibel – Über Frauen
Robert Steinmüller: Aphelion
Cristina Zickert, Rieke Bogena und Zora Asse vom Institut für Buchkunst, Leipzig: OFF/ON STAGE

Der Förderpreis für junge Buchgestaltung möchte außergewöhnliche, zukunftsweisende Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen – und damit Entwicklungen im Medium Buchgestaltung – aufspüren und Buchimpulse für morgen sowie Qualitätskonzepte von heute sichtbar machen. Hier steht nicht die technische Perfektion, sondern die Idee im Vordergrund. Im Wettbewerb Förderpreis für junge Buchgestaltung wählt eine aus Gestaltern und Hochschulexperten besetzte Jury drei Gewinnertitel aus, die das Medium Buch weiterdenken.

Die Förderpreise sind mit jeweils 2000 Euro dotiert. Alle Preisgelder werden gestiftet von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters.

Faltblatt mit den Förderpreis-Titeln zum Download:
StiftungBuchkunst_Förderpreis_2020

Bildnachweis:
© Stiftung Buchkunst / Uwe Dettmar, Frankfurt am Main

«Die schönsten deutschen Bücher 2020» sind gewählt

«Die schönsten deutschen Bücher 2020» sind gewählt

In dem von der Stiftung Buchkunst durchgeführten Wettbewerb der Schönsten deutschen Bücher wählen zwei Expertenjurys in einem aufwendigen Verfahren die 25 schönsten Bücher des Jahres aus. Die 25 ausgewählten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten. Die Auswahl berücksichtigt auch das leisere, solide gemachte Lesebuch.

Die prämierten Bücher setzen Zeichen und zeigen wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion. In fünf Kategorien werden exakt fünf Preisträger gekürt. Dies sind die Kategorien:
Allgemeine Literatur
Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Schul- und Lehrbücher
Ratgeber, Sachbücher
Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge
Kinderbücher, Jugendbücher

Die prämierten Titel sind gleichzeitig für den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst nominiert, der für das allerschönste deutsche Buch vergeben wird.

Die prämierten Bücher gehen ab September auf große Wanderausstellung und sind dann an zahlreichen Orten im In- und Ausland zu sehen. Den Start machen z.B. die Hamburger Bücherhallen (4. bis 26. September 2020), die Fachbibliothek Karl-Krämer in Stuttgart (7. bis 19. September 2020) und die Altstädter Bücherstuben in Osnabrück (4. bis 19. September 2020). Auch die Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt wird fortgeführt: Die 25 prämierten Bücher sind das ganze Jahr über im Foyer des Hauses zu sehen.

Faltblatt mit den gekürten Büchern zum Download:
StiftungBuchkunst_DieSchönstenDeutschenBücher2020_25

Bildnachweis:
© Stiftung Buchkunst / Uwe Dettmar, Frankfurt am Main

Bayerische Staatsbibliothek erwirbt seltene Künstlerbücher des tschechischen Künstlers Josef Váchal

Bayerische Staatsbibliothek erwirbt seltene Künstlerbücher des tschechischen Künstlers Josef Váchal

Die Bayerischen Staatsbibliothek ergänzt ihre renommierte Sammlung um zwei sehr seltene Werke des tschechischen Künstlers Josef Váchal: Ďáblova zahrádka, aneb přírodopis strašidel (Des Teufels Gärtlein, oder die Naturkunde der Gespenster) aus dem Jahr 1924 und Šumava umírající a romantická (Sterbender und romantischer Böhmerwald) von 1931. Die beiden beeindruckenden, in Leder gebundenen Folianten sind mit farbenprächtigen Farbholzstichen illustriert und zählen zu den absoluten Spitzenwerken der tschechischen Zwischenkriegsmoderne.

Josef Váchal (1884–1969) war als Künstler weitgehend ein Autodidakt. Der gelernte Buchbinder gehört zu den originellsten tschechischen Künstlern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine bekanntesten Werke sind Bücher – von ihm selbst verfasst, illustriert, mit eigenhändig hergestellten Typen gesetzt, gedruckt und meist auch selbst gebunden. Sich selbst pflegte er als Holzstecher zu bezeichnen. Der Holzstich (nicht Holzschnitt!), den er ständig technologisch perfektionierte und weiterentwickelte, war für ihn die mit Abstand wichtigste Technik. Váchals bevorzugte Inspirationsquellen waren Religion, Theosophie, Magie, Mystik, Spiritismus und Okkultismus. Seine Werke sind voller Grenzüberschreitungen, Unklarheiten, Vieldeutigkeiten, Widersprüche, Paradoxien und Mystifikationen. Zu seinen bevorzugten Stilmitteln zählten Ironie, Parodie und Persiflage.

Foto:
Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, und Dr. Dorothea Sommer, die Stellvertretende Generaldirektorin.
Copyright / Alle Rechte:
Bayerische Staatsbibliothek/Hans-Rudolf Schulz

Die Kunstbibliothek Berlin zeigt «Marken:Zeichen»

Die Kunstbibliothek Berlin zeigt «Marken:Zeichen»

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek
Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
19. Juni bis 16. August 2020

Beide waren sowohl Grafikdesigner als auch freie Künstler: Anton Stankowski (1906–1998), der 1951 in Stuttgart sein Atelier für Kommunikationsdesign eröffnete, und Karl Duschek (1947–2011), der 1972 in das Atelier eintrat, wenig später Partner wurde und es nach Stankowskis Tod bis 2011 leitete.

«Zeichen sind visuelle Telegramme, ähnlich wie Flaggen», so formulierte es Anton Stankowski 1978. Logo, Leitsystem, Corporate Identity: Was heute selbstverständlich zu jedem Firmenimage gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Das Grafikatelier Stankowski + Duschek wirkte mit seiner Markengestaltung, der «Königsdisziplin» der visuellen Kommunikation, bahnbrechend.
Die Ausstellung in der Kunstbibliothek stellt das Werk des Grafischen Ateliers anhand von rund 300 Exponaten vor.

Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kettler-Verlag die Publikation Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek. Sie wird in der Herbstausgabe der Wandelhalle vorgestellt.

Es gelten die Corona-bedingten Vorgaben. Zeitfenstertickets bitte möglichst im Vorfeld online buchen:
http://www.smb.museum/tickets

Bild:
Grafisches Atelier Stankowski + Duschek, Markenzeichen der 1970er- bis 2000er-Jahre
© Meike Gatermann und Stankowski-Stiftung / Zusammenstellung: Gerwin Schmidt, 2019

Gutenberg-Museum bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Schriften weltweit

Gutenberg-Museum bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Schriften weltweit

Für die ganze Familie: Nach neunwöchiger coronabedingter Schließung meldet sich das Gutenberg-Museum in Mainz mit einer attraktiven Kabinett-Ausstellung zurück: «Es steht geschrieben: Von der Keilschrift zum Emoji» heißt die Präsentation, in deren Mittelpunkt der Sachbuch-Comic aus der Feder von Vitali Konstantinov steht. Sie ist bis Sonntag, den 27. September 2020, zu sehen. Zu beachten sind die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Individuelle Führungen für vier in einem Haushalt lebende Personen können unter Telefon 06131-12643 vereinbart werden. Auf die sonstige Führungsgebühr wird verzichtet; lediglich 1,50 Euro pro Person plus Museumseintritt werden erhoben.

Foto:
Zur Wiedereröffnung nach seiner coronabedingten Schließung präsentiert das Gutenberg-Museum mit seiner Kabinett-Ausstellung ein «Bonbon» für die ganze Familie.
Bildrechte: Gutenberg-Museum, Mainz

Museum für Druckkunst verlängert Ausstellung zur Industriefotografie

Museum für Druckkunst verlängert Ausstellung zur Industriefotografie

Die Sonderausstellung «Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900» geht in die Verlängerung – bis zum 6. September 2020.

Im Jahr der Industriekultur 2020 in Sachsen rückt das Museum für Druckkunst das Medium Fotografie in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei bedeutende Industriezentren: Mitteldeutschland und das Ruhrgebiet. Gezeigt werden über 100 Fotografien u.a. aus dem Archiv Hermann Walter (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig), von Hans Finsler (Kunstmuseum Moritzburg Halle/Saale), Evelyn Richter (Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Museum der bildenden Künste Leipzig) und Bernd und Hilla Becher (Die Photographische Sammlung – SK Kulturstiftung Köln), dem Historischen Archiv Krupp sowie bisher unbekannte Aufnahmen aus sächsischen Archiven und zeitgenössische Positionen.

Foto:
Fabrik für ätherische Öle Rudolf Lauche, 1920
© Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Fotoatelier Hermann Walter

Gutenberg-Museum weiterhin aktiv – Wiedereröffnung am 19. Mai

Gutenberg-Museum weiterhin aktiv – Wiedereröffnung am 19. Mai

Das Gutenberg-Museum bleibt für den Publikumsverkehr bis einschließlich 18. Mai geschlossen.
Ab dem 19. Mai ist es wieder geöffnet!

Hinter den Kulissen wird fleißig gearbeitet. Projektvorbereitungen laufen, der Druckladen erledigt weiterhin kleine Druckaufträge und im Seitentrakt im Erdgeschoss nähen Mitarbeiterinnen Schutzmasken. Diese sind für die 52 fest angestellten Kolleginnen und Kollegen bestimmt, jeweils sieben Stoffmasken soll jeder erhalten. Teilweise sind sie bedruckt im Siebdruckverfahren.

Wir freuen uns auf die Zeit, da das Museum, unter den Corona-bedingten Schutzmaßnahmen, wieder geöffnet sein wird!
Bis dahin können alle Interessierten den Aktivitäten des Museums auf Facebook oder Instagram folgen.

Foto: Gutenberg-Museum, Mainz

Hölderlin im Klingspor Museum

Hölderlin im Klingspor Museum

Im Klingspor Museum in Offenbach ist im Rahmen des Kulturprogramms «Hölderlin 2020» zum 250. Geburtstag des Dichters eine wunderbare Ausstellung aufgebaut: «Wahrlich! es ist Himmelsvorgenuß.* Buch- und Schriftkunst zu Friedrich Hölderlin»*(Gedicht: Der Lorbeer, 1788).

Robert Schwarz, Petra Ober, Anja Harms und Eberhard Müller-Fries sowie Corinna Krebber stehen für das ungebrochene Interesse am komplexen Werk dieses Dichters. Ihre im Museum gezeigten Arbeiten spannen einen facettenreichen Bogen der Gegenwartskunst.

Das Museum ist ab dem 12. Mai wieder geöffnet, unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen; bis dahin gibt es im Internet wunderbare Einblicke in die aktuelle Ausstellung, eine Bildergalerie sowie Videoführungen:
https://www.offenbach.de/microsite/klingspor_museum/rubrik-2/content-ii.24-hoelderlin-bilder.php

Die Ausstellung ist im Museum noch bis 11. Juni 2020 zu sehen.
In der ersten Woche nach Wiederöffnung ist der Eintritt frei!

Foto: Simon Malz

Museum für Druckkunst in Leipzig wieder geöffnet!

Museum für Druckkunst in Leipzig wieder geöffnet!

Seit Donnerstag, den 7. Mai, ist das Museum für Druckkunst wieder geöffnet, unter Einhaltung aller nötigen Hygieneauflagen. Maximal 50 Gäste können sich im Museum aufhalten. Dabei ist stets ein Mund-und Nasenschutz zu tragen.

Hingewiesen sei auch hier auf den Facebook- und den Instagramkanal des Museums für Kinder und Erwachsene:
https://www.instagram.com/museumfuerdruckkunst/
https://www.facebook.com/museumfuerdruckkunst/

Zu sehen ist noch bis 28. Juni 2020 die Ausstellung «Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900».

Foto: Museum für Druckkunst, Leipzig

Corona – Covid 19

Corona – Covid 19

Liebe Leserinnen und Leser,
kommen Sie gut durch diese schwierigen Zeiten und bleiben Sie gesund!
Allerorts werden Veranstaltungen abgesagt, Museen und Bibliotheken (und vieles mehr) bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
Was hilft? Neben Achtsamkeit und einem gewissen Maß an Gelassenheit vielleicht dies: ein Spaziergang durch die bereits frühlingsbunt erblühte Natur und ein gutes Buch!

Alles erdenklich Gute wünscht Ihnen Ihre Silvia Werfel
(15. März 2020)

Die nebenstehende Abbildung stammt aus dem bei Hatje Cantz erschienenen Titel Von Büchern in Bildern; es wird in der Frühjahrsausgabe der Wandelhalle für Bücherfreunde näher vorgestellt. Das Gemälde zeigt Sir Brooke Boothby mit einem Buch seines Mentors Rousseau. (Joseph Wright of Derby 1781. Tate, London, Nachlass von Agnes Ann Best 1925)

«BuchDruckKunst»-Messe findet NICHT statt!

«BuchDruckKunst»-Messe findet NICHT statt!

Nun ist es offiziell:
Die Hamburger Museen bleiben vorerst bis zum 29. März 2020 geschlossen. Damit fällt die BuchDruckKunst leider aus.
Nächster Termin: 12. bis 14. März 2021

Als Trostpflaster könnte das sehr schön gemachte, inhaltreiche Messemagazin dienen (6 Euro zzgl. Versand). Zugleich unterstützt eine Bestellung – virenfrei übers Internet – das Orgateam in einer Situation, in der erhebliche Einnahmen entfallen.
Infos und Bestellmöglichkeit hier:
https://shop.klaus-raasch.de/product/buchdruckkunst-2020/

Abb.:
(Buch-)Akrobatisch – den Holzschnitt für Einladung und Katalogeinband schuf Franziska Neubert.

Walz-Station im Gutenberg-Museum

Walz-Station im Gutenberg-Museum

Jana Madle-Elmerhaus, Typografin aus Hamburg, spürte im Druckladen des Gutenberg-Museums – unterstützt von Rainer Huth, dem Buchdruckermeister des Museums – eine Arbeitswoche lang den Traditionen des Schriftsetzens nach.

Angeregt vom Verein für die Schwarze Kunst, der seit 2018 Stipendien für die «Walz im Handsatz und Buchdruck» vergibt und in dem das Gutenberg-Museum Mitglied ist, machte sich die Typografin auf den Weg – wegen Überschreitens der vom Verein gesetzten Altersgrenze jedoch unabhängig und eigenfinanziert. Ihre lesenswerten Berichte über die Walz finden sich auf ihrem Blog:
https://www.typowalz.de/jana-auf-typowalz

Abb.:
Zufrieden präsentiert Jana Madle-Elmerhaus ihre in tagelanger Kleinarbeit im Druckladen des Gutenberg-Museums entstandene Typografik. (Bildrechte: Gutenberg-Museum)

«BuchDruckKunst»-Messe findet NICHT statt!

«BuchDruckKunst»-Messe findet statt!

15. Hamburger Verkaufsmesse für Erlesenes auf Papier
trotzt dem Coronavirus (Stand 4. März 2020):

Termin: 27. bis 29. März 2020
Ort: Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 
22305 Hamburg-Barmbek

Rund 50 Aussteller, die mit traditionellen wie neuen Druckverfahren arbeiten, zeigen Druck- und Papierkunst, Malerbücher und Unikate. Vorführungen präsentieren die Techniken von Schriftguss, Handsatz, Papierschöpfen und Buchbinden.

96 Seiten, viele Abbildungen, Format 17 x 24 cm, Fadenheftung und handschmeichlerisches Papier – das als Klappenbroschur gebundene Messemagazin ist selbst eine kleine Buchkostbarkeit.
Jeder Besucher erhält kostenfrei ein Exemplar, alle anderen können es für 6 Euro zzgl. Versand hier erwerben:
https://shop.klaus-raasch.de/product/buchdruckkunst-2020/

Öffnungszeiten:
Freitag, 27. März, 17 bis 20 Uhr
Samstag, 28. März, von 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 29. März, 10 bis 17 Uhr
Eintritt 7 bis 10 €

Abb.:
(Buch-)Akrobatisch – den Holzschnitt für Einladung und Katalogeinband schuf Franziska Neubert.

Buchpremiere: «Wir machen Druck!»

Buchpremiere: «Wir machen Druck!»

Buchpremiere und Ausstellungseröffnung:
Termin: Montag, 9. März 2020, 19 Uhr
Ort: Museum der Arbeit
Wiesendamm 3
22305 Hamburg-Barmbek

Zu einer Exkursion ins Land der Schwarzen Kunst laden die Autoren Artur Dieckhoff und Gerhard Eikenbusch in ihrem frisch bei Klett/Kallmeyer erschienenen Buch Wir machen Druck! ein. Konzipiert für den Unterricht der Sekundarstufe I, bietet das vielfältig illustrierte Hand- und Ideenbuch Interessierten jeglicher Art reichhaltige Informationen über die Welt des (analogen) Druckens. Beigelegt sind sieben Originalgrafiken verschiedener Hochdrucktechniken, die im Museum der Arbeit gedruckt wurden.
Dort wird nun am 9. März gefeiert und die Ausstellung eröffnet – sie gibt Einblicke in den Entstehungs- und Produktionsprozess des Buches und zeigt die Originale.

Abb., von links:
Matthias Taube, Nadine Respondek, Artur Dieckhoff, Tita do Rêgo Silva und Klaus Raasch in der Museumswerkstatt.

Gutenberg-Museum: Bauhaus-Schau verlängert!

Gutenberg-Museum: Bauhaus-Schau verlängert!

«Drucken und werben am Bauhaus» – wegen des anhaltend hohen Besucherinteresses hat das Gutenberg-Museum seine Sonderausstellung Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design um sieben Wochen bis 22. März 2020 verlängert!

Führungen:
(Kostenbeitrag: 1,50 Euro zzgl. zum Eintritt)

Fr 6. März 2020, 14:15 Uhr
So 15. März 2020, 14:15 Uhr
Di 17. März 2020, 15:15 Uhr
So 22. März 2020, 11:15 Uhr

Abb.:
In enger Reihung, der sogenannten Petersburger Hängung, präsentiert das Gutenberg-Museum im Sonderaustellungsbereich im Untergeschoss Arbeiten von Schülern sowie Meistern aus der grafischen Druckwerkstatt.
(Foto: Silvia Werfel)

Antiquariatsmesse Stuttgart

Antiquariatsmesse Stuttgart

Die vom 24. bis 26. Januar 2020 stattfindende Antiquariatsmesse Stuttgart steht unter dem Motto «Zensur – Leidenschaft – Poesie – Politik». Hier präsentieren 75 deutsche wie auch internationale Antiquariate und Galerien wertvolle Bücher, Druckgraphik, Autographen, Landkarten und illustrierte Werke.

Zusätzlich bietet die Messe eine Ausstellung im Bereich der Buchkunst: «Internationale BilderBuchKunst der Gegenwart» und hat mit der neuen Reihe «Das Rote Sofa» das Veranstaltungsprogramm maßgeblich erweitert.

Neu in diesem Jahr: Die Ausschreibung und Verleihung des mit 1000 € dotierten Preises für junge Sammlerinnen oder Sammler in Kooperation mit der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst und der Zeitschrift Aus dem Antiquariat.
Die Preisverleihung findet am 26. Januar um 15 Uhr auf der Messe statt.

Veranstaltungsadresse:
Antiquariatsmesse Stuttgart
Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart

Informationen: www.antiquariatsmesse-stuttgart.de

Abb. – eines der Messe-Highlights:
Stundenbuch. Horae B. M. V. für den Gebrauch von Paris. Paris, um 1405/1407. Lateinische und französische Handschrift auf Pergament.
(680.000 €, Antiquariat Bibermühle – Heribert Tenschert)

Antiquaria-Preis 2020 für Christoph Meckel

Antiquaria-Preis 2020 für Christoph Meckel

Der mit 10.000 Euro dotierte 26. Antiquaria-Preis für Buchkultur, gestiftet vom Verein Buchkultur e.V., dem Verein der Freunde antiquarischer Bücher, der Stadt Ludwigsburg und der Wiedeking Stiftung Stuttgart wird dem Schriftsteller, Zeichner und Druckgrafiker Christoph Meckel verliehen.

Die öffentliche Preisverleihung fand am Eröffnungsabend der Antiquaria Ludwigsburg am 23. Januar 2020, statt. Leider in Abwesenheit des schwer erkrankten Künstlers. Seine Frau las seine bereits verfasste Dankesrede vor. Nur wenige Tage später, am 29. Januar 2020, verstarb er.

Für den 27. April 2020 ist sein letztes Buch Eine Tür aus Glas, ganz offen. Gesammelte Prosa angekündigt, an dessen Vorbereitung Christoph Meckel noch selbst mitgearbeitet hat.

Abb.:
Christoph Meckel, Foto: Gila Funke-Meckel
Eine Tür aus Glas, ganz offen. Gesammelte Prosa erscheint Ende April im Hanser-Literaturverlag.

34. Antiquaria Ludwigsburg

34. Antiquaria Ludwigsburg

Am 23. Januar 2020 öffnet um 15 Uhr die 34.Antiquaria in der Musikhalle Ludwigsburg (gegenüber dem Bahnhof) ihre Tore. Bis Samstag, den 25.Januar, zeigen 55 Antiquarinnen und Antiquare aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, der Schweiz und den Niederlanden ihre Schätze.

Das Motto für 2020:
«Antiquaria multkultura – Toleranz – Vielfalt – Freiheit»
Damit möchten die Veranstalter «ein Zeichen gegen gesellschaftliche Entwicklungen des ausgrenzenden, nationalistischen, rassistischen Denkens und gegen die Angstmache vor Überfremdung» setzen.

Informationen: www.antiquaria-ludwigsburg.de

Abb.: Georg Faber. Ein christlicher lieblicher Trostbrieff… 1571
(7900 €, Florisatus, Den Haag)

Gudrun Zapf von Hesse verstorben

Gudrun Zapf von Hesse verstorben

Am 13. Dezember 2019 verstarb in Darmstadt die Buch- und Schriftkünstlerin Gudrun Zapf von Hesse.

Ob Einband-Unikate, Kalligrafie, Satzschriften, Aquarelle oder Bleistiftzeichnungen – die Arbeiten von Gudrun Zapf von Hesse vereinen höchste handwerkliche Präzision mit dezenter Eleganz. Sie gehört zu den vielseitigsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Geboren am 2. Januar 1918 in Schwerin, machte sie ab 1934 bei Otto Dorfner in Weimar eine Buchbinderlehre und mit erst 22 Jahren ihren Meister. Schon während der Lehrzeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für Schrift und schulte sich autodidaktisch. Ihre erste Satzschrift erschien 1953 bei D.Stempel unter dem Namen Diotima, nachdem es 1948 zur Begegnung mit einem gewissen Hermann Zapf gekommen war. 1951 heirateten die Beiden.

Zwischen 1953 und 1991 entwarf Gudrun Zapf von Hesse weitere charakterstarke, zeitlos moderne Satzschriften. Bereits 1947 hatte sie bei der Bauerschen Gießerei eigenhändig die Stempel für eine Versalschrift zum Vergolden von Einbänden geschnitten – zu ihrem 100.Geburtstag erschien diese als Hesse-Antiqua, digitalisiert von Ferdinand Ulrich, bei Monotype. – Der Film «Alphabet magic» (2018) dokumentiert Leben und Werk des außergewöhnlichen, charmanten und stets gastfreundlichen Buch- und Schriftkünstler-Paares. (siw)

Foto: Silvia Werfel (2018, Darmstadt)

DNB Leipzig: Störenfriede. Kunst, Protest und das Ende der DDR

DNB Leipzig: Störenfriede. Kunst, Protest und das Ende der DDR

Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
Laufzeit: 29. November 2019 bis 26. Juli 2020
Ausstellungseröffnung am 28. November 2019 um 19:30 Uhr

Die Ausstellung «Störenfriede. Kunst, Protest und das Ende der DDR» nimmt den 30. Jahrestag der Proteste im Herbst 1989 zum Anlass, anhand von Künstlerzeitschriften, Mailartprojekten, aber auch Punkkonzerten die kreative Vielfalt und Lust am Experiment zu zeigen, aber auch die anmaßenden und zerstörerischen Übergriffe der Staatssicherheit auf die Kunstszene. Die Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek und in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig entstanden.

Bild:
Gestaltung der Glasfassade des Deutschen Buch- und Schriftmuseums aus Anlass der Ausstellung «Störenfriede»
Foto: DNB, Julia Rinck, CC-BY-SA 3.0 DE

Präsentation im Gutenberg-Museum: Weihnachten wie im Bilderbuch

Präsentation im Gutenberg-Museum: Weihnachten wie im Bilderbuch

Veranstaltungshinweis: Gutenberg-Museum, Mainz
Sonntag, den 1. Dezember, 14 bis 15 Uhr
Teilnahmegebühr: der normale Eintrittspreis

«Weihnachten ist seit mehr als 100 Jahren eines der beliebtesten Themen im Bilderbuch» – Prof. Dr. Maria Linsmann-Dege, Bilderbuch-Expertin im Gutenberg- Museum, gibt Einblick in besonders schöne, historische Beispiele und stellt – rechtzeitig vor Weihnachten – aktuelle Neuerscheinungen vor.

Bildrechte: Gutenberg-Museum/Selin Yasar

 

German Design Award 2020 fürs Gutenberg-Museum

German Design Award 2020 fürs Gutenberg-Museum

Der vom Rat für Formgebung ausgelobte German Design Award ging in der Kategorie Excellent Communications Design Books and Calendars an das von der Kommunikationsdesignerin Martina Miocevic, alias Mathilda Mutant, entworfene Erscheinungsbild zur Sonderausstellung des Gutenberg-Museums «Absolument moderne». Diese Ausstellung zum «Trunkenen Schiff» von Arthur Rimbaud präsentierte im Winter 2017/18 neue Künstlerbücher und Grafiken aus acht Ländern sowie poetische Übersetzungen in 25 Sprachen zu dem berühmten Langgedicht aus dem Jahr 1871, das als Fanal der französischen Dichtkunst auf dem Weg in die Moderne gilt. Passend dazu wurde das Buch zur Ausstellung als zweisprachiges «Logbuch» gestaltet.

Damit erhielt der Begleitband nach dem Red Dot Award und dem Designpreis Rheinland-Pfalz nun die dritte Auszeichnung.

 

«Wilhelm und Alexander von Humboldt» im Deutschen Historischen Museum, Berlin

«Wilhelm und Alexander von Humboldt» im Deutschen Historischen Museum, Berlin

21. November 2019 bis 19. April 2020

Das Deutsche Historische Museum zeigt die erste große Ausstellung über Wilhelm und Alexander von Humboldt. Die Brüder stehen zum einen für Urteilskraft, diplomatisches Geschick und wissenschaftliche Neugier, ihre Biografien zeigen aber auch, wie sehr sie von den Gegensätzen und Ambivalenzen ihrer Zeit geprägt worden sind. Ausgehend von den sehr unterschiedlichen Lebenswegen der Brüder Humboldt ordnet die Ausstellung ihr Denken und Wirken in das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert ein.

Auf 1000 qm werden 350 zentrale Objekte gezeigt: darunter Leihgaben aus den Vatikanischen Sammlungen, dem Louvre, dem British Museum und Windsor Castle. Die Kuratoren Bénédicte Savoy und David Blankenstein nutzen eine transnationale Perspektive, um die gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Verhandlungs- und Gestaltungsräume, die sich den Brüdern Humboldt und ihrer Generation eröffneten, zu zeigen. Originalobjekte aus ganz Europa – darunter zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Tagebücher, Briefe, Landkarten, Sammlungs- und Forschungsgegenstände, Mobiliar und Messinstrumente, die erstmals gezeigt werden. Sie eröffnen unerwartete interdisziplinäre und transnationale Bezüge.

Die Ausstellung ist inklusiv und barrierefrei.

Katalog in deutscher Sprache. 296 Seiten, 150 Abbildungen.
Museumsausgabe: ISBN 978-3-86102-217-6, 28 €
Buchhandelsausgabe: 978-3-8062-4046-7, 35 €

Mit hochkarätig besetztem Begleitprogramm.

Bild:
Reisetagebücher von Alexander von Humboldt
4000 Seiten in Leder eingefasst; Datierung: 1799 bis 1804
© bpk / Staatsbibliothek zu Berlin / Carola Seifert

Frankfurter Buchmesse – Begegnungen

Frankfurter Buchmesse – Begegnungen

Bibliophile trifft man auf der Frankfurter traditionell vor allem in Halle 4.1: hier Tiande Yang, Mitglied in der Gesellschaft der Bibliophilen, mit Bernhard Hampp, Autor der Bände «Bayern erlesen!», «Schwaben erlesen!», «Baden erlesen!».

Foto: Silvia Werfel

 

Gutenberg-Museum: Führung durch die Ausstellung «ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design»

Gutenberg-Museum: Führung durch die Ausstellung «ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design»

 Es gibt in Rheinland-Pfalz nur wenige Bauhaus-Zeugnisse, dafür aber mit dem Gutenberg-Museum den idealen Ort, um ein Schlaglicht auf Arbeit, Bedeutung und Wirkung der Druckwerkstätten am Bauhaus in Weimar und Dessau zu werfen. Der Weg von der künstlerischen Grafik zur Neuen Typografie und Werbegestaltung wird anhand bedeutender designhistorischer Originale erzählt.

Öffentliche Führungen finden statt am
Sonntag, den 13. Oktober um 11.15 Uhr und am
Samstag, den 19. Oktober um 14.15 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Führungen kosten 1,50 Euro (zzgl. Eintritt). 

Laufzeit bis 2. Februar 2020

Bild:
ABC_bauhaus.werkstatt Bildrechte: Gutenberg-Museum, Mainz. Foto: Martina Pipprich

 

Gutenberg-Museum: Eröffnung der Ausstellung «ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design»

Gutenberg-Museum: Eröffnung der Ausstellung «ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design»

«Drucken und Werben am Bauhaus»
Am heutigen Donnerstag, den 5. September, wird um 19 Uhr im Gutenberg-Museum, Mainz, die Sonderausstellung «ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design» feierlich eröffnet.

Zu sehen sind teils noch nie gezeigte Arbeiten von Bauhaus-Meistern und Schülern aus der Weimarer Zeit (Untergeschoss), nachgezeichnet wird sodann die Weiterentwicklung der künstlerischen Werkstatt zur Abteilung für Druck und Reklame in Dessau (Obergeschoss); die mit historischen Maschinen und Werkzeugen bestückte «bauhaus.werkstatt» veranschaulicht die frühen Arbeitsbedingungen der Bauhäusler (mit Workshop-Programm) und im «bauhaus.labor», dem eigens installierten Pavillon im Innenhof des Gutenberg-Museums, finden Präsentationen, die in Kooperation mit der Hochschule Mainz, Designlabor Gutenberg erarbeitet wurden, statt.

Die Sonderausstellung ist der zentrale Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zum 100. Geburtstag der Kunstschule und wird gefördert im «Fonds Bauhaus heute» der Kulturstiftung des Bundes und durch die großzügige Unterstützung des Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland Pfalz ermöglicht. 

Eröffnung am 5. September, 19 Uhr
Laufzeit bis 2. Februar 2020
Ein Katalog ist in Planung.

Foto – vor der Eröffnung (bauhaus-werkstatt) – von Silvia Werfel

 

Sagmeister & Walsh: Beauty

Sagmeister & Walsh: Beauty

Mit der Ausstellung «Beauty» (bis 15.9. in Frankfurt am Main, ab 15.12. in Hamburg) liefert das renommierte Designduo Sagmeister & Walsh ein ganz persönliches, visuell beeindruckendes Plädoyer für die Lust am Schönen. Mit spektakulären interaktiven Installationen nehmen die Beiden die Besucherinnen und Besucher mit auf eine sinnlich-vergnügliche Suche: Was ist Schönheit und warum fühlen wir uns von ihr angezogen?

Die eigens für die Ausstellung produzierten Installationen zusammen mit zahlreichen Beispielen aus Produktdesign, Stadtplanung, Architektur und Grafikdesign animieren zum Sehen, Riechen und Fühlen und treten den Beweis an, dass schön gestaltete Arbeiten die menschliche Wahrnehmung stimulieren und damit besser funktionieren. Unterstützt von Erkenntnissen aus der psychologischen Ästhetik, aus Geschichte, Philosophie und den Naturwissenschaften vertreten Sagmeister & Walsh den Standpunkt, dass Schönheit mehr ist als eine rein oberflächliche Strategie: Sie beeinflusst unseren Alltag, stimuliert unsere Wahrnehmung und macht die Welt zu einem besseren Ort.

Eine Kooperation des Museum Angewandte Kunst, Frankfurt, und des MAK, Wien.

bis 15. September 2019
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
, 60594 Frankfurt am Main

15. Dezember 2019 bis 26. April 2020
im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Katalogbuch «Sagmeister & Walsh: Beauty»:
Deutsch: Hermann Schmidt Verlag, Mainz
284 S., 377 farbige Abb., 17,1 x 24,1 cm
fadengeheftete Broschur mit freiem Rücken im Schuber
39,80 €.
Englisch bei Phaidon, 35 €.

Abbildung:
Obsessions make my life worse and my work better (2016)
© Sagmeister & Walsh, New York

«O Du meine Allertheuerste!». Ausstellung zu Heinrich von Kleist

«O Du meine Allertheuerste!». Ausstellung zu Heinrich von Kleist

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin besitzt (neben der Staatsbibliothek zu Berlin, einer weiteren Einrichtung der Stiftung PK) die umfangreichste Überlieferung von Kleist-Briefen im deutschsprachigen Raum. Das Kleist-Museum in Kleists Geburtsstadt Frankfurt an der Oder verfügt über die weltweit größte Dokumentation zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld.
Davon ausgehend zeigen beide Einrichtungen erstmals gemeinsam ihre Kleist-Handschriften und korrespondierende Kleist-Dokumente. Während die zwölf Kleist-Briefe im Bestand des Geheimen Staatsarchivs aus der Überlieferung der preußischen Verwaltung und überwiegend aus Kleists letzten Lebensjahren stammen, ist die Sammlung von zehn Kleist- Handschriften im Kleist-Museum das Ergebnis kontinuierlicher Erwerbungsbemühungen nach 1990 und umfasst hauptsächlich private Korrespondenz.

bis 28. August 2020
Eintritt frei!
Geheimes Staatsarchiv PK, Archivstraße 12–14, 14195 Berlin

Mo/Di 8 bis 16 Uhr
Mi/Do 8 bis 18 Uhr
Fr 8 bis 15 Uhr
Führungen nach Vereinbarung, Anmeldung unter:
030 266 44 32 11 und 030 266 44 75 00 (GStA PK) oder
0335 387 22 112 (Kleist-Museum)

Langenberger Büchermarkt am Sonntag, den 8. September 2019

Langenberger Büchermarkt am Sonntag, den 8. September 2019

1998 wurde der Ortsteil Velbert-Langenberg auf Initiative der Stadt Velbert (NRW) zur «Bücherstadt» erklärt. Er steht damit in der Tradition der weltweiten Bücherstadt-Bewegung, die 1961 von dem Buchhändler Richard Booth in der walisischen Kleinstadt Hay-on-Wye begründet wurde.
Am Sonntag, den 8. September 2019, findet nun inmitten der malerischen Kulisse des historischen Altstadtkerns auf dem Froweinplatz der nächste Langenberger Büchermarkt statt, organisiert vom Verein zur Förderung der Bücherstadt Langenberg e.V.. Mehr als 20 Antiquare aus der gesamten Region bieten ihre Schätze an.

8. September 2019, 11 bis 18 Uhr

Wer noch einen Stand mieten möchte, wendet sich an:
Isolde Marx, Wolfgang Wojciech
Antiquariat «Im Honnes»
Hellerstraße 12, 42555 Velbert-Langenberg
marx@buecherstadt-langenberg.de

Frau Marx mobil 0176 83 07 31 71
Herr Wojciech mobil 0160 991 52 75 80

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen – Studioausstellung

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen – Studioausstellung

Neben den Arbeiten der Preisträger im Wettbewerb «Linolschnitt heute XI» zeigt die Städtische Galerie in der Studioausstellung «Bekenntnis zum Gegenstand» Linolschnitte von Karl Rössing (1897–1987) und seinen Schülern Robert Förch (*1931) und Malte Sartorius (1933–2017).

bis 16. Februar 2020
Mehr Informationen auf
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

Abbildung
Robert Förch: Schrankenbild Amsterdam
Farblinolschnitt 1956
Foto: Acrea Werbung, Bietigheim-Bissingen

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen – Linolschnitt heute XI

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen – Linolschnitt heute XI

Alle drei Jahre lobt die Stadt Bietigheim-Bissingen den internationalen Wettbewerb «Linolschnitt heute» aus. An der elften Auflage des Wettbewerbs beteiligten sich 503 Künstlerinnen und Künstler aus dreißig Ländern. Die Preisverleihung fand am 19. Juli 2019 in der Städtischen Galerie statt. Die Arbeiten der drei Preisträger Ariane Fruit, Philipp Hennevogl und Sabine Ostermann sind hier zur Zeit ausgestellt, zusammen mit Linolschnitt-Werken von 41 weiteren Künstlerinnen und Künstlern.

bis 6.Oktober
Katalog 22 €
Mehr Informationen auf
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

Abbildung (Ausschnitt)
Kollektiv Tod (Oswaldt Buss/off/Frédérik Guille):
Center IV – ein Totentanz. Künstlerbuch mit 38 Seiten. 2017
Foto: Frank Kleinbach

Das Museum für Druckkunst Leipzig feierte sein 25-jähriges Bestehen

Das Museum für Druckkunst Leipzig feierte sein 25-jähriges Bestehen

Beim Jahrestreffen 2019 in Leipzig lernten die Bibliophilen unter anderem auch das Museum für Druckkunst kennen. Am 29.Juni feierte das Museum zusammen mit seiner Fördergesellschaft und rund 120 geladenen Gästen sein 25-jähriges Bestehen. Das seit 1994 in privater Trägerschaft geführte Museum im Leipziger Westen hat sich in dieser Zeit zu einem lebendigen industriekulturellen Ort entwickelt und ist heute eine der letzten historischen Druckereien der Stadt Leipzig. Es pflegt und vermittelt aktiv das immaterielle Kulturerbe Drucktechnik. Neu eröffnet wurde einen Tag zuvor mit «Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe» der Ausstellungsbeitrag des Museums im Jubiläumsjahr Bauhaus100, zu sehen bis 27.Oktober.

Das Museum ist seit 2014 Teil der Sächsischen Route der Industriekultur und war Initiator für die Anerkennung der künstlerischen Drucktechniken als immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission. Die europaweit einzigartige Sammlung zur Druck- und Mediengeschichte umfasst u.a. eine der letzten Lichtdruckereien weltweit.

Foto: Kai Hofmann

V.O.Stomps-Preis für die Friedenauer Presse

V.O.Stomps-Preis für die Friedenauer Presse

Den zur 25. Mainzer Minipressen-Messe verliehenen, mit 3500 Euro dotierten V.O.Stomps-Hauptpreis erhielt die Friedenauer Presse. Gegründet 1963 von Andreas Wolff, 1983 bis 2017 weitergeführt von Katharina Wagenbach-Wolff (die am 19.Juli ihren 90.Geburtstag feierte), wird der ursprünglich auf russische Literatur spezialisierte kleine, feine Verlag seit Juni 2017 von Friederike Jacob geleitet, beim Vertrieb unterstützt von Matthes & Seitz.

Sie setzt die Tradition fort, erweitert sie zudem auf Entdeckungen auch aus dem südosteuropäischen Raum, etwa mit dem Titel «Briefe aus Norwegen» der serbischen Naturwissenschaftlerin und Autorin Isidora Sekulić; das Buch erscheint im September in der Reihe Wolffs Broschur. Daneben gibt es umfangreiche Romane in der Reihe Winterbuch und literarische Fundstücke in den zwei Bogen umfassenden Friedenauer Presse-Drucken. Das gestalterische Credo lautete von Anfang an: «Die Drucke sollen sorgfältig gesetzt und gedruckt werden – ohne den Anspruch eines Luxusdruckes zu stellen. Schrift und Typografie sollen dem Text folgen und nicht dem Prinzip  der Exklusivität.» (Andreas Wolff). So entstehen kleine Lesebuchpreziosen.

Abbildung:
Die Preisträgerin Friederike Jacob, umrahmt von Dr. Annette Ludwig, der Direktorin des Gutenberg-Museums, (links) und Kulturdezernentin Marianne Grosse während der MMPM 2019
Bildrechte Gutenberg-Museum, Foto: Bernd Eßling

Förderpreis der MMPM 2019 an Otto Dettmer

Förderpreis der MMPM 2019 an Otto Dettmer

Zur 25. Mainzer Minipressen-Messe wurden ausnahmsweise gleich drei Preise verliehen. Neben dem V.O.Stomps-Hauptpreis, den die Friedenauer Presse erhielt (siehe eigene Notiz), ging der seit 2009 zusätzlich verliehene Förderpreis an Otto Dettmer aus dem englischen Bath für seine Künstlerbücher – falttechnische Wunderkammern in leuchtenden Siebdruckfarben. Der erstmals vergebene Juryliebling-Preis ging an Peter Zaumseil und seine Dreier-Press. (siw)

Abbildung
Otto Dettmer aus Bath, hier mit Elena Zitrone, Druckkünstlerin aus Athen.
Foto: Silvia Werfel

Ausstellung «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis»

Ausstellung «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis»

Die 2016 von der Kalligrafin und Grafidesignerin Katharina Pieper gegründete Stiftung Schriftkultur e.V. ist seit 2017 in der renovierten  ehemaligen Scheune beheimatet, die zum historischen Gut Königsbruch im saarpfälzischen Homburg-Bruchhof gehört. Zur Zeit ist hier die Präsentation «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis» zu sehen, die sich dem Werk zweier Jahrhundertkünstler widmet. Gudrun Zapf von Hesse, geboren am 2. Januar 1918, lebt in Darmstadt, Helmut Matheis, geboren am 21. November 2017, lebt in Bad Bergzabern. Zu sehen sind Schriftblätter, darunter freie wie auch Auftragsarbeiten, Entwürfe für Satzschriften und ihre Anwendungen im Buch. Gebrochene und Antiquaschriften sind darunter, zurückhaltend-feine Leseschriften für den Mengensatz und ebenso elegant-geschwungene Alphabete für den Akzidenzsatz. Ein weites Formen-Panorama bietet sich. Beide Künstler haben den vielfältigen Wandel in der Schriftherstellung (vom Blei- über den Foto- bis zum digitalen Satz) miterlebt und mitgestaltet. Sehenswert!

Geöffnet: sonntags 15 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung: 06841 9889091
Ausstellungsdauer: bis 30. Juni.
Einstellung fürs Navi: 66424 Homburg-Bruchhof, Bechhofer Straße 18.
Information: www.schriftkultur.eu

Der Katalog kostet 15 €.

25. Mainzer Minipressen-Messe

25. Mainzer Minipressen-Messe

Treffpunkt für bibliophile Sammler und Flaneure: Vom 30. Mai bis 2. Juni stellen Kleinverlage und künstlerische Handpressen in der Mainzer Rheingoldhalle ihre Werke aus.
Am Abend des Eröffnungstages findet um 20 Uhr im Gutenberg-Museum die feierliche Verleihung des V.O.Stomps-Preises für «außergewöhnliche kleinverlegerische oder besondere buchgraphische bzw. literarische Leistungen» statt. Ausgezeichnet werden Friederike Jacob (Friedenauer Presse, Berlin) und Otto Dettmer (ottoGraphik, Bristol UK); der Juryliebling-Preis geht an Peter Zaumseil (Dreier Presse, Elsterberg).

Vom Vorstand der Gesellschaft der Bibliophilen wird am Donnerstag und Freitag Silvia Werfel vor Ort sein. Sie übernimmt für die Künstlerin und Übersetzerin Brigitte Döbert den Standdienst an Stand I 06 und freut sich über Besuch.

Öffnungszeiten:
Donnerstag, 30. Mai, und Fr, 31. Mai: 14 bis 19 Uhr
Samstag, 1. Juni: 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 2. Juni: 10 bis 17:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Einladung zum Cocktail

Einladung zum Cocktail

Das Wiener Auktionshaus Hassfurther lädt anlässlich seiner Auktion am 3. Juni (Katalog 70) vorab am Dienstag, den 28. Mai, 18 Uhr bis 20:30 Uhr, zum Cocktail in die Hohenstaufengasse 7 in 1010 Wien ein. 

www.hassfurther.at

Ausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im Gutenberg-Museum bis 19. Mai verlängert

Ausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im Gutenberg-Museum bis 19. Mai verlängert

Was unterscheidet die europäische und die ostasiatische Buchdrucktechnik voneinander? Seit der Eröffnung der Sonderausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im September letzten Jahres haben sich schon viele Besucher des Gutenberg-Museums mit der Frage beschäftigt, wer denn nun was genau erfunden hat. Die Schau, die mit zahlreichen hochkarätigen Leihgaben nationales Kulturgut der Republik Korea und kostbare Exponate aus den Beständen des Gutenberg-Museums präsentiert und die Traditionen des Buchdrucks in Europa und Asien gegenüberstellt, hat Neuland betreten: Erstmals wurden hier technikhistorische Fragestellungen geklärt und anschaulich demonstriert.

Bis zum 19. Mai kann man diese einzigartige Präsentation noch besuchen. Am Internationalen Museumstag (Sonntag, 19. Mai) ist der Eintritt frei. Zudem gibt es ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit musikalischen Darbietungen und einer Lesung.