Bibliophile Notizen

Gerne informieren wir Sie hier von Zeit zu Zeit über Neuigkeiten und Aktivitäten
aus der Gemeinschaft der Bücherfreunde und -sammler.

Langenberger Büchermarkt am Sonntag, den 8. September 2019

Langenberger Büchermarkt am Sonntag, den 8. September 2019

1998 wurde der Ortsteil Velbert-Langenberg auf Initiative der Stadt Velbert (NRW) zur «Bücherstadt» erklärt. Er steht damit in der Tradition der weltweiten Bücherstadt-Bewegung, die 1961 von dem Buchhändler Richard Booth in der walisischen Kleinstadt Hay-on-Wye begründet wurde.
Am Sonntag, den 8. September 2019, findet nun inmitten der malerischen Kulisse des historischen Altstadtkerns auf dem Froweinplatz der nächste Langenberger Büchermarkt statt, organisiert vom Verein zur Förderung der Bücherstadt Langenberg e.V.. Mehr als 20 Antiquare aus der gesamten Region bieten ihre Schätze an.

8. September 2019, 11 bis 18 Uhr

Wer noch einen Stand mieten möchte, wendet sich an:
Isolde Marx, Wolfgang Wojciech
Antiquariat «Im Honnes»
Hellerstraße 12, 42555 Velbert-Langenberg
marx@buecherstadt-langenberg.de

Frau Marx mobil 0176 83 07 31 71
Herr Wojciech mobil 0160 991 52 75 80

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen – Studioausstellung

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen – Studioausstellung

Neben den Arbeiten der Preisträger im Wettbewerb «Linolschnitt heute XI» zeigt die Städtische Galerie in der Studioausstellung «Bekenntnis zum Gegenstand» Linolschnitte von Karl Rössing (1897–1987) und seinen Schülern Robert Förch (*1931) und Malte Sartorius (1933–2017).

bis 16. Februar 2020
Mehr Informationen auf
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

Abbildung
Robert Förch: Schrankenbild Amsterdam
Farblinolschnitt 1956
Foto: Acrea Werbung, Bietigheim-Bissingen

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen – Linolschnitt heute XI

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen – Linolschnitt heute XI

Alle drei Jahre lobt die Stadt Bietigheim-Bissingen den internationalen Wettbewerb «Linolschnitt heute» aus. An der elften Auflage des Wettbewerbs beteiligten sich 503 Künstlerinnen und Künstler aus dreißig Ländern. Die Preisverleihung fand am 19. Juli 2019 in der Städtischen Galerie statt. Die Arbeiten der drei Preisträger Ariane Fruit, Philipp Hennevogl und Sabine Ostermann sind hier zur Zeit ausgestellt, zusammen mit Linolschnitt-Werken von 41 weiteren Künstlerinnen und Künstlern.

bis 6.Oktober
Katalog 22 €
Mehr Informationen auf
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

Abbildung (Ausschnitt)
Kollektiv Tod (Oswaldt Buss/off/Frédérik Guille):
Center IV – ein Totentanz. Künstlerbuch mit 38 Seiten. 2017
Foto: Frank Kleinbach

Das Museum für Druckkunst Leipzig feierte sein 25-jähriges Bestehen

Das Museum für Druckkunst Leipzig feierte sein 25-jähriges Bestehen

Beim Jahrestreffen 2019 in Leipzig lernten die Bibliophilen unter anderem auch das Museum für Druckkunst kennen. Am 29.Juni feierte das Museum zusammen mit seiner Fördergesellschaft und rund 120 geladenen Gästen sein 25-jähriges Bestehen. Das seit 1994 in privater Trägerschaft geführte Museum im Leipziger Westen hat sich in dieser Zeit zu einem lebendigen industriekulturellen Ort entwickelt und ist heute eine der letzten historischen Druckereien der Stadt Leipzig. Es pflegt und vermittelt aktiv das immaterielle Kulturerbe Drucktechnik. Neu eröffnet wurde einen Tag zuvor mit «Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe» der Ausstellungsbeitrag des Museums im Jubiläumsjahr Bauhaus100, zu sehen bis 27.Oktober.

Das Museum ist seit 2014 Teil der Sächsischen Route der Industriekultur und war Initiator für die Anerkennung der künstlerischen Drucktechniken als immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission. Die europaweit einzigartige Sammlung zur Druck- und Mediengeschichte umfasst u.a. eine der letzten Lichtdruckereien weltweit.

Foto: Kai Hofmann

V.O.Stomps-Preis für die Friedenauer Presse

V.O.Stomps-Preis für die Friedenauer Presse

Den zur 25. Mainzer Minipressen-Messe verliehenen, mit 3500 Euro dotierten V.O.Stomps-Hauptpreis erhielt die Friedenauer Presse. Gegründet 1963 von Andreas Wolff, 1983 bis 2017 weitergeführt von Katharina Wagenbach-Wolff (die am 19.Juli ihren 90.Geburtstag feierte), wird der ursprünglich auf russische Literatur spezialisierte kleine, feine Verlag seit Juni 2017 von Friederike Jacob geleitet, beim Vertrieb unterstützt von Matthes & Seitz.

Sie setzt die Tradition fort, erweitert sie zudem auf Entdeckungen auch aus dem südosteuropäischen Raum, etwa mit dem Titel «Briefe aus Norwegen» der serbischen Naturwissenschaftlerin und Autorin Isidora Sekulić; das Buch erscheint im September in der Reihe Wolffs Broschur. Daneben gibt es umfangreiche Romane in der Reihe Winterbuch und literarische Fundstücke in den zwei Bogen umfassenden Friedenauer Presse-Drucken. Das gestalterische Credo lautete von Anfang an: «Die Drucke sollen sorgfältig gesetzt und gedruckt werden – ohne den Anspruch eines Luxusdruckes zu stellen. Schrift und Typografie sollen dem Text folgen und nicht dem Prinzip  der Exklusivität.» (Andreas Wolff). So entstehen kleine Lesebuchpreziosen.

Abbildung:
Die Preisträgerin Friederike Jacob, umrahmt von Dr. Annette Ludwig, der Direktorin des Gutenberg-Museums, (links) und Kulturdezernentin Marianne Grosse während der MMPM 2019
Bildrechte Gutenberg-Museum, Foto: Bernd Eßling

Förderpreis der MMPM 2019 an Otto Dettmer

Förderpreis der MMPM 2019 an Otto Dettmer

Zur 25. Mainzer Minipressen-Messe wurden ausnahmsweise gleich drei Preise verliehen. Neben dem V.O.Stomps-Hauptpreis, den die Friedenauer Presse erhielt (siehe eigene Notiz), ging der seit 2009 zusätzlich verliehene Förderpreis an Otto Dettmer aus dem englischen Bath für seine Künstlerbücher – falttechnische Wunderkammern in leuchtenden Siebdruckfarben. Der erstmals vergebene Juryliebling-Preis ging an Peter Zaumseil und seine Dreier-Press. (siw)

Abbildung
Otto Dettmer aus Bath, hier mit Elena Zitrone, Druckkünstlerin aus Athen.
Foto: Silvia Werfel

Ausstellung «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis»

Ausstellung «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis»

Die 2016 von der Kalligrafin und Grafidesignerin Katharina Pieper gegründete Stiftung Schriftkultur e.V. ist seit 2017 in der renovierten  ehemaligen Scheune beheimatet, die zum historischen Gut Königsbruch im saarpfälzischen Homburg-Bruchhof gehört. Zur Zeit ist hier die Präsentation «Ein Jahrhundert – zwei Schriftkünstler. Gudrun Zapf von Hesse und Helmut Matheis» zu sehen, die sich dem Werk zweier Jahrhundertkünstler widmet. Gudrun Zapf von Hesse, geboren am 2. Januar 1918, lebt in Darmstadt, Helmut Matheis, geboren am 21. November 2017, lebt in Bad Bergzabern. Zu sehen sind Schriftblätter, darunter freie wie auch Auftragsarbeiten, Entwürfe für Satzschriften und ihre Anwendungen im Buch. Gebrochene und Antiquaschriften sind darunter, zurückhaltend-feine Leseschriften für den Mengensatz und ebenso elegant-geschwungene Alphabete für den Akzidenzsatz. Ein weites Formen-Panorama bietet sich. Beide Künstler haben den vielfältigen Wandel in der Schriftherstellung (vom Blei- über den Foto- bis zum digitalen Satz) miterlebt und mitgestaltet. Sehenswert!

Geöffnet: sonntags 15 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung: 06841 9889091
Ausstellungsdauer: bis 30. Juni.
Einstellung fürs Navi: 66424 Homburg-Bruchhof, Bechhofer Straße 18.
Information: www.schriftkultur.eu

Der Katalog kostet 15 €.

25. Mainzer Minipressen-Messe

25. Mainzer Minipressen-Messe

Treffpunkt für bibliophile Sammler und Flaneure: Vom 30. Mai bis 2. Juni stellen Kleinverlage und künstlerische Handpressen in der Mainzer Rheingoldhalle ihre Werke aus.
Am Abend des Eröffnungstages findet um 20 Uhr im Gutenberg-Museum die feierliche Verleihung des V.O.Stomps-Preises für «außergewöhnliche kleinverlegerische oder besondere buchgraphische bzw. literarische Leistungen» statt. Ausgezeichnet werden Friederike Jacob (Friedenauer Presse, Berlin) und Otto Dettmer (ottoGraphik, Bristol UK); der Juryliebling-Preis geht an Peter Zaumseil (Dreier Presse, Elsterberg).

Vom Vorstand der Gesellschaft der Bibliophilen wird am Donnerstag und Freitag Silvia Werfel vor Ort sein. Sie übernimmt für die Künstlerin und Übersetzerin Brigitte Döbert den Standdienst an Stand I 06 und freut sich über Besuch.

Öffnungszeiten:
Donnerstag, 30. Mai, und Fr, 31. Mai: 14 bis 19 Uhr
Samstag, 1. Juni: 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 2. Juni: 10 bis 17:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Einladung zum Cocktail

Einladung zum Cocktail

Das Wiener Auktionshaus Hassfurther lädt anlässlich seiner Auktion am 3. Juni (Katalog 70) vorab am Dienstag, den 28. Mai, 18 Uhr bis 20:30 Uhr, zum Cocktail in die Hohenstaufengasse 7 in 1010 Wien ein. 

www.hassfurther.at

Ausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im Gutenberg-Museum bis 19. Mai verlängert

Ausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im Gutenberg-Museum bis 19. Mai verlängert

Was unterscheidet die europäische und die ostasiatische Buchdrucktechnik voneinander? Seit der Eröffnung der Sonderausstellung «Ohne Zweifel Gutenberg?» im September letzten Jahres haben sich schon viele Besucher des Gutenberg-Museums mit der Frage beschäftigt, wer denn nun was genau erfunden hat. Die Schau, die mit zahlreichen hochkarätigen Leihgaben nationales Kulturgut der Republik Korea und kostbare Exponate aus den Beständen des Gutenberg-Museums präsentiert und die Traditionen des Buchdrucks in Europa und Asien gegenüberstellt, hat Neuland betreten: Erstmals wurden hier technikhistorische Fragestellungen geklärt und anschaulich demonstriert.

Bis zum 19. Mai kann man diese einzigartige Präsentation noch besuchen. Am Internationalen Museumstag (Sonntag, 19. Mai) ist der Eintritt frei. Zudem gibt es ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit musikalischen Darbietungen und einer Lesung.