6. Februar bis 25. Mai 2026
Honoré Daumier. Spiegel der Gesellschaft
Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die politische Lage ist instabil, eine ruchlose Clique missbraucht ihre Macht, die Wirtschaft kriselt und die gesellschaftliche Situation wird immer komplexer und unüberschaubarer. Die Schilderung der Verhältnisse im nachrevolutionären Frankreich des 19. Jahrhunderts scheint merkwürdig gegenwärtig und so ist es auch mit der zeitlos aktuellen Kunst des großen Honoré Daumier.

Die ALBERTINA präsentierte die erste große Daumier-Schau 1936 im Angesicht des aufkommenden faschistischen Regimes, kuratiert durch den später in die Emigration getriebenen Ernst Kris. 90 Jahre später zeigt sie unterstützt durch Leihgaben des Städelschen Museumsvereins den französischen Künstler in neuem Licht. Neben zahlreichen Lithographien und Zeichnungen sind auch einige seiner berühmten Gemälde und Skulpturen ausgestellt – sowie ein filmischer Zusammenschnitt der Werke Daumiers, der von Paul und Linda Mcartney mit Musik versehen wurde.

In Kooperation mit dem Städel Museum, Frankfurt am Main.

 

Bild: Honoré Daumier, Le Ventre législatif, 1834, Lithographie, 28×43,1 cm. © ALBERTINA, Wien